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Basketball: Pro-B-Liga

WWU Baskets unterliegen Itzehoe im letzten Test vor Saisonstart

Münster

Das letzten Testspiel vor Start in die neue Saison ging für die WWU Baskets verloren. Gegen die Itzehoe Eagles unterlag das Team von Neu-Coach Björn Harmsen ganz knapp mit 84:85.

Von Thomas Austermann

 Baskets-Neuzugang Ryan Richmond (links) beim Ballvortrag in der Generalprobe gegen Itzehoe. Foto: Peter Leßmann

Den herbeigesehnten Schritt zurück machten rein organisatorisch die WWU Baskets Münster eine Woche vor dem Saisonstart. Der Pro-B-Ligist begrüßte in Berg Fidel 500 Zuschauer gemäß der 3G-Regelung – und die sparten nicht mit Beifall und Anerkennung. Hauchdünn mit 84:85 (40:38) und nach verworfener letzter Chance gaben sich neun Mann dem Pro-A-Ligisten und vormaligen Rivalen Itzehoe Eagles geschlagen – auf blitzblankem Parkettboden, der seine Feuertaufe bestand. Andrej König war auch mit dabei.

Körperlich stark gefordert

Der Boden, der nach echtem Basketball aussieht und den Dribblern gefällt, weil er weicher ist, ist also bereitet für die erste Serie unter Neu-Coach Björn Harmsen, der die Neuzugänge Ryan Richmond (25) und Andrew Onwuegbuzie (26) als beste Werfer mit 19 und 16 Punkten über 34 bzw. 24 Minuten auf dem Feld ließ. Weil mit Kai Hänig einer der beiden Center fehlte, setzten die Baskets um den neuen Kapitän Thomas Reuter der ausgeprägten Physis der Schleswig-Holsteiner extrem druckvolle wie laufintensive Abwehrarbeit entgegen, um das Manko zu bekämpfen.

Neuer Anführer: Trainer Björn Harmsen hat von Philipp Kappenstein übernommen. Foto: Peter Leßmann


„Wir wurden körperlich wirklich stark gefordert. Und haben gut dagegen gehalten. Auch wenn uns viele Fehler unterlaufen sind, haben wir immer den Weg zurück in unser Spiel gesucht“, sagte Harmsen. „Und darum geht es. Wir müssen 40 Minuten arbeiten.“ Der konsequente Harmsen coacht laut und leidenschaftlich, spart weder mit Kritik noch mit Auswechslungen nach Fehlern. „Wenn man in Stresssituationen in alte Muster verfällt, dann ist die Überforderung da. Das passiert. Wichtig ist, darauf zu reagieren.“ Baskets-Routinier Andrej König, künftig am Ball für die Zweite, half als Co-Trainer aus. Assistent Chad Prewitt fehlte wegen eines kleinen Eingriffs am Knie.

Richmond wurde zum Regisseur

Mit dem Mitwirken von Hänig (33), der vom intensiven wie anspruchsvollen Training profitiert, könnte es zu Samstag klappen. In Rhöndorf geht es los. Den zweiten „Big Man“ brauchen die Baskets nach Malcom Delpeches Abschied auf Strecke gesehen unbedingt. Adam Touray hatte gute Phasen und holte die meisten Rebounds. Ihm wird zugetraut, mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine Eigenschaft, die Aufbau Jasper Günther liegt. Jetzt setzte sich der Fähige womöglich selbst unter Druck, agierte fahrig wie fehlerhaft (sieben Turnover). Oliver Pahnke sprang nicht wirklich ein – da fiel die Rolle des Regisseurs dem Kanadier Richmond zu. Mit sieben von zwölf Würfen traf er und spielte sieben Assists. Dass er bisweilen den Solisten gab, „war dem großen Druck auf die anderen geschuldet“, sagte Harmsen. „Ryan ist niemals ein Ego-Zocker.“ Der am Ball auffällige Onwuegbuzie setzte ein paar feine Würfe, eher er sich in einer eher wilden Phase zu viel zutraute.

Die Eagles mussten sich mit ihren fünf neuen Profis erst auf den Baskets-Biss einstellen. Nach dem 16:25 holten sie sich das zweite Viertel (22:15). Das Duell blieb eines auf Augenhöhe. Der 2,08m lange Eagles-Center Yasin Kolo (21 Punkte) war sogar mit Treffern aus der Distanz effektiver als alle Neuen.
Baskets (Punkte): Richmond (19/1), Onwuegbuzie (16/4), Wess (10/2), Grühn (10/2), Touray (9), Günther (7), Pahnke (6), Reuter (5/1), Wezorke (2)

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