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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets zeigen zu wenig Intensität im Top-Spiel und unterliegen Giants

Münster

Nun ist es passiert also passiert, die Serie der WWU Baskets Münster nach zuvor 16 Siegen ist beim 78:94 in Düsseldorf gerissen. Ein wenig mit Ansage, so wie die beiden Partien zuvor gelaufen waren. Und auch beim Aufwärmen und Einwerfen beschlich Coach Björn Harmsen ein ungutes Gefühl.

Von Henner Henning

Cosmo Grühn (r.), hier gegen Booker Coplin, gehörte beim 78:94 Foto: Imago/Beautiful Sports

Als sich die ART Giants Düsseldorf und die WWU Baskets Münster weit vor dem Sprungball auf das Top-Spiel der 2. Bundesliga Pro B vorbereiteten, schwante Björn Harmsen schon Böses. „Da konnte man schon erkennen, wer unbedingt wollte und wer nur wollte“, sagte der Coach. Und der 39-Jährige behielt mit seiner Vorahnung Recht, gegen 21 Uhr am Samstagabend stand mit dem 78:94 (44:45) am Rhein die erste Niederlage des zuvor 16-mal siegreichen Spitzenreiters fest. „Die Geschichte des Spiels ist einfach erzählt. Da war ein Gegner, der mit Vollgas und hoher Intensität gespielt hat. Wir dagegen haben das nur phasenweise geschafft“, kritisierte Harmsen.

Björn Harmsen

Das Ende der Serie hatte sich in den beiden Partien zuvor bereits abgezeichnet. Den Münsteranern, die erstaunlich gut nach den sechs Corona-Fällen im Kader zu Jahresbeginn zurückgekommen waren, ging zuletzt die basketballerische Leichtigkeit, die Gier verloren. Schon das 73:70 in Sandersdorf gehörte in die Kategorie Arbeitssieg, das 84:61 gegen den SC Rist Wedel gestaltete sich zäh und sollte als Wachrüttler dienen. „Das ist aber nicht der Fall gewesen. Es fehlt momentan der Biss“, monierte Harmsen. „Das war nun das zweite Spiel in Folge, in dem wir nicht mit der nötigen Intensität gespielt haben. Da fällt es mir als Trainer schwer zu sagen: Das ist halt so. Wir sollten schon in den Playoffs unseren besten Basketball spielen und nicht unseren schwächsten“, erklärte Harmsen.

Letzte Führung vor der Pause

Eine gute Leistung zeigten seine Schützlinge vor 300 Zuschauern in Düsseldorf nicht, sie kamen nur in Viertel zwei an ihre Möglichkeiten heran. Da hatten sie einen ersten Neun-Punkte-Rückstand (8:17) aufgeholt und waren kurz vor der Halbzeit durch zwei Dreier von Ryan Richmond und Cosmo Grühn mit 43:39 in Führung gegangen.

Es war die höchste, aber auch letzte der Baskets, die nach dem Seitenwechsel völlig den Faden verloren und sich nicht mit allen Kräften gegen die hoch motivierten Giants und die drohende Niederlage stemmten. Wie schon zuletzt bewegte Münster den Ball zu wenig, zu statisch war das Spiel unter des Gegners Korb. Ganz anders Düsseldorf, das seine Angriffsoptionen geschickt einsetzte. Lennart Boner (18 Punkte, 19 Rebounds), Mark Gebhardt (17 Zähler), Quadre Lollis (16), Franklyn Aunitz (14) und Andrius Mikutis (10) trafen zweistellig, dazu hatte der Gastgeber Vorteile beim Rebound (40:36) und leistete sich weniger Ballverluste (6:11). „Wir haben verdient verloren“, sagte Harmsen, der doch noch einen positiven Aspekt des Abends hervorhob. „Cosmo ist nach seiner Verletzung wieder da. Er war on fire. Aber er kommt ja auch aus einer Phase, in der er nicht gespielt hat.“

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