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Fußball: Freundschaftsspiel

Zimmermann bittet RW Ahlen zur Extraschicht

Freckenhorst/Ahlen

Diese Überstunden hatten sich die Spieler von RW Ahlen selber zuzuschreiben. Nach einer 3:0-Führung kassierte der Regionalligist beim Bezirksligisten TuS Freckenhorst vier Gegentore, musste am Ende mit einem 4:4 zufrieden sein. Was nicht für den Trainer galt, der entsprechend reagierte.

Von Marc Kreisel

Zu spät am Ort des Geschehens: Erst als Neuzugang Oktay Dal den Ball schon weggespitzelt hat, ist Luca Wiggelinghoff (l.) zur Stelle. Patrik Twardzik (Nr. 26) und Bernd Kieskemper (r.) beobachten die Aktion. Foto: Marc Kreisel

Es war an diesem Nachmittag beim TuS Freckenhorst alles für ein tolles Fußballfest bereitet. Die Sonne schien und endlich gab es wieder eine Begegnung mit Zuschauern. Zudem roch es schon weit vor dem Anpfiff einladend nach Bratwurst und Bier, wie es sich für das Spiel eines Bezirksligisten gehört. Als Gegner stellte sich mit Rot-Weiß Ahlen der heimische Regionalligist vor – und die 250 Zuschauer sahen beim 4:4 (1:3) eine torreiche Partie.

Bei den Gästen kam mit Ibrahim Das ein weiterer potenzieller Neuzugang zum Einsatz. Der Rechtsverteidiger kommt aus dem U-19-Bundesligakader des VfL Osnabrück und soll dem Vernehmen nach schon einen Vertrag unterzeichnet haben.

Zu Beginn des Spiels waren die Ahlener klar überlegen und gingen durch Noyan Bayaki in Führung (13.). Nur drei Minuten später erhöhte er auf 2:0. Als dann die Spieler von Trainer Andreas Zimmermann durch Neuzugang David Mamutovic das 3:0 (23.) erzielten, deutete nicht wenig auf ein Schützenfest hin. Doch weit gefehlt, denn nur wenig später war es Luca Wiggelinghoff (24.), der den Anschlusstreffer markieren konnte. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann turbulent, denn zunächst traf Bernd Kieskemper zum 2:3 (46.) und nur 240 Sekunden später netzte mit Pierre Jöcker der auffälligste Mann auf dem Feld zum verdienten 3:3-Ausgleich ein. In der 56. Spielminute wurde es dann ganz laut am Feidiek. Denn erneut Jöcker setzte sich gegen die Hintermannschaft der Ahlener durch und bediente Luca Wiggelinghoff mustergültig – und die Schwarz-Gelben führten 4:3.

Jöcker macht RWA-Hintermannschaft zu schaffen

„Wir haben die ersten 20 Minuten völlig verschlafen, uns dann immer weiter in die Partie reingekniet und sind auch verdient in Führung gegangen. Gegen einen Reginaligisten ein 0:3 zu drehen ist schon ein starkes Ding. Wenn Luca Wiggelinghoff seine große Chance zum 5:3 nutzt, gewinnen wir die Partie,“ war sich TuS-Trainer Christian Franz-Pohlmann nach dem Schlusspfiff sicher. In der Endphase bauten die Gastgeber allerdings konditionell ab. Gleichzeitig bekamen die Ahlener einen Strafstoß zugesprochen, den Gianluca Marzullo sicher zum 4:4-Ausgleich (79.) verwandeln konnte.

RWA-Trainer Andreas Zimmernann, der zur Sonntagsarbeit bat

„Das war besser als letztes Jahr, da war es nur ein 1:1. Das war ein Superspiel für die Zuschauer, doch wenn du 3:0 führst musst du das Ding gewinnen. Aber ich sage immer, solche Spiel gewinnt man nur mit Einstellung und Motivation. Da muss sich jeder hinterfragen. Einige sind da wohl noch nicht so weit“, analysierte RWA-Trainer Andreas Zimmermann die Partie. „Dafür, dass wir heute nicht gewonnen haben, dürfen alle Spieler morgen zwei Trainingseinheiten absolvieren“, gab er seinen Jungs noch mit auf den Weg in den Feierabend.

Den genoss ein Ex-Ahlener. „Es war schon schön, die alten Kollegen wiederzusehen. Das Ergebnis ist in der Vorbereitung nicht so wichtig. Aber wir können damit zufrieden sein“, war Sven Höeveler guter Dinge.

TuS: Bergstein – Simon, Schuler, Kieskemper, Mattews, Schange, Jöcker, Wiggelinghoff, Achenbach, Höveler, Kaldewey; eingewechselt: Lippermann, Wulff, Rama, Schubert, Schöppner, Gryczka, Bahonjic, Blagojevic, Kleinelanghorst

RWA: Velichkov – Kahlert, Marino, Das, Schmitz, Dal, Mamutovic, Bayaki, Twardzik, Anan, Cirak; eingewechselt: Marzullo, Lindner, Eickhoff, Güney, Pihl, Mai, Gueye, Wiesweg

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