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Handball: Dritte Liga

Zitterpartie mit gutem Ende für Ahlen

Ahlen

Der HLZ Ahlener SG siegt knapp mit 33:30 gegen den TV Bissendorf-Holte. Der Sieg kostete Nerven - was nicht notwendig gewesen wäre.

Von Harald Hübl

Raumgewinn: Ahlens Ferdi Hümmecke hat viel Platz. Foto: Henning Wegener

Ein halber Meter stabiles Seil gesucht. So könnte die Anzeige aussehen, die die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG dieser Tage in der Zeitung aufgeben werden. Mit 33:30 (19:17) setzte sich die Mannschaft von Trainer Freddy Neuhaus gegen den TV Bissendorf-Holte durch, hatte aber gleich zweimal die Möglichkeit den Sack bereits vorher zuzumachen – doch da fehlte etwas.

Fehler und ein kampfstarker Gegner

„Der Sieg hat Nerven gekostet“, räumte Neuhaus ein. „Wir sind alle ein paar Jahre älter geworden.“ Dabei begann seine Sieben überzeugend, führte in der sechsten Minute bereits mit 5:1 und das, obwohl Ferdi Hümmecke eine Zweiminuten-Strafe absitzen musste. „Da hätten wir den Sack schon zumachen müssen“, kritisierte er.
Aber anstatt die Fahrt etwas herauszunehmen, sich klare Chancen herauszuspielen und den Vorsprung weiter auszubauen, schlichen sich Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Die gingen zum einen aufs eigene Konto, aber auch die Gäste aus dem Osnabrücker Land waren daran nicht ganz unbeteiligt, denn der Aufsteiger zeigte sich kampfstark und gab zu keinem Zeitpunkt auf. Beim 10:10-Ausgleich (17.) hatte sich der Vier-Tore-Vorsprung in Luft aufgelöst. Zweimal legten die Gäste im Anschluss vor, erst dann gelang es den Ahlenern, wieder das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. Innerhalb von vier Minuten setzte sich die HLZ-Sieben von 14:14 (25.) auf 18:14 (29.) ab. Doch auch diese Führung schrumpfte durch einen 3:1-Lauf der Gäste bis zum Pausenpfiff auf 19:17 zusammen.

Kroker sichert den Sieg

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitt machte Bissendorf-Holte da weiter, wo die Gäste aufgehört hatten: sie kämpften sich heran. Beim 21:20 (36.) hatten die Aufsteiger in Unterzahl sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, doch sie vertändeltenden Ball. David Spiekermann reagierte am schnellsten und netzte zum 23:21 ins leere Tor ein. Als dann Dominik Spannekrebs das 27:23 (42.) erzielte, dachten die Zuschauer auf den Rängen, dass die Messe bereits gelesen sei. Ein Trugschluss, denn die Gäste warfen ihre ganze Kampfkraft in die Waagschale, glichen zum 27:27 (46.) aus und blieben dem HLZ bis auf zwei Tore auf den Fersen. In der 56. Minute war es dann der eingewechselte Torhüter Sven Kroker, derseiner Mannschaft entscheidend zum Sieg verhalf, als er einen Siebenmeter entschärfte und damit den 31:32 Anschlusstreffer verhinderte. Rückraum-Shooter David Spiekermann machte mit seinem neunten Treffer den 33:30-Heimsieg (59.) klar.

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