1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. „Besondere Dynamik“: Zahlten beendet sein Jahr in Turin – durchaus zufrieden

  6. >

Leichtathletik: Cross-EM

„Besondere Dynamik“: Zahlten beendet sein Jahr in Turin – durchaus zufrieden

Münster

Das Wettkampf-Jahr 2022 ist für Silas Zahlten vorbei. Der junge Leichtathlet der LG Brillux Münster hat erfolgreiche wie spektakuläre zwölf Monate hinter sich – und beendete diese am Wochenende bei der Cross-EM als 65.

Von Henner Henning

Silas Zahlten war mit seinem Abschneiden zufrieden. Foto: www.imago-images.de

Das Wettkampf-Jahr 2022 ist für Silas Zahlten vorbei. Am Montagmittag machte der junge Leichtathlet der LG Brillux Münster endgültig einen Haken hinter zwölf Monate, die erfolgreich wie spektakulär für ihn waren – und die nun mit den zweiten großen Titelkämpfen nach der U-20-WM in Cali (Kolumbien) endeten. In Turin feierte Zahlten sein Debüt bei einer Cross-EM, beendete nach 5722 Metern das Rennen der U-20-Konkurrenz auf dem 65. Platz. „Man kann schon sagen, dass ich zufrieden sein darf“, sagte der 18-Jährige nach der Abwägung aller Umstände.

Denn die hatten es in sich im Piemont. Schon bei der Besichtigung der Strecke, die mit einem Teilabschnitt spektakulär durch das im Piemonte-La-Mandria-Park liegende Schloss Borgo führte, verhieß eine Menge Arbeit. „Da konnten man schon sehen, dass es ein anspruchsvolles Rennen wird“, erzählte der Schüler des Pascal-Gymnasiums, der am Sonntag früh aus den Feder und dann raus auf den Kurs musste. Gemeinsam mit 100 weiteren Startern, die im Call-Room vor dem Rennen für mächtig Betrieb und Wirbel sorgten. „Der Ablauf war schon besonders. Es war schon hektisch, die Dynamik war eine andere.“

„Ein bisschen wie Schlittschuh-Fahren“

Als es endlich losging, hatte Zahlten einen eher mäßigen Einstieg ins Rennen, zudem erwischte ihn in Kurve eins ein Kontrahent mit einem der langen Dornen seines Cross-Spikes, die bei dem gefrorenen Boden dringend nötig waren. „Das war am Anfang ein bisschen wie Schlittschuh-Fahren“, meinte Zahlten, den die durch den Tritt erlittene kleine Wunde aber nicht beeinflusste.

Hart genug war der Lauf dennoch, auch wenn Zahlten mit dem giftigen Anstieg bestens klarkam. „Damit hatte ich keine Probleme, da konnte ich meinen kontrollierten Schritt hochlaufen. Und auch der Indoor-Teil durch die Galerie hat extrem viel Spaß gemacht, da konnte man sich ein bisschen erholen. Aber bergab war es sehr schwierig, dazu musste ich auf dem langen Flachstück kämpfen, da habe ich mich schwergetan, meinen Schritt zu laufen“, gestand der Dülmener. Nur gut, dass er sich sein Rennen bestens eingeteilt hatte und „am Ende nicht eingebrochen“ ist. So sammelte er noch ein paar Kontrahenten ein und finishte nach 19:10 Minuten als Viertbester des deutschen Teams, mit dem er Siebter wurde. Ein Ergebnis, mit dem auch die Bundestrainer und Heimcoach Jörg Riethues einverstanden waren.

Turin war der Abschluss von Zahltens starker Cross-Saison, ab Mittwoch hat die Halle wieder Vorrang. Nächste Woche steht in Leipzig eine Leistungsdiagnostik an, nach den Weihnachtstagen geht es ins Trainingslager nach Portugal.

Startseite