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Fußball: Regionalliga

Zweite Halbzeit wirft bei RW Ahlen Fragen auf

Ahlen

Das war bitter. Zweimal hat Rot-Weiß Ahlen beim Regionalliga-Auftakt geführt, zweimal glich der SV Straelen aus. Zum 2:2 sogar mit dem Pausenpfiff, was die Gäste besonders schmerzte. Vor allen Dingen Halbzeit zwei tat dann aber aus Sicht der Wersestädter, die so gut wie nicht mehr stattfanden und das 2:3 kassierten, richtig weh. Und darüber herrscht Gesprächsbedarf.

Von Marc Kreisel

Obenauf: Das war Kevin Kahlert (l.) nicht nur in diesem Duell, sondern auch nach seinem frühen Führungstreffer. Foto: Marc Kreisel

„Vor dem ersten Spieltag weiß man nie genau, wo man steht. Jetzt wissen wir es“, gestand Trainer Andreas Zimmermann nach der 2:3 (2:2)-Niederlage von Rot-Weiß Ahlen beim SV Straelen. Es war allen Beteiligten des Regionalligisten bewusst, dass es bereits ab dem Saisonstart gegen den Abstieg gehen wird. „Vor der Partie habe ich den Gegner auf Augenhöhe gesehen, doch jetzt nach dem Spiel muss ich sagen, dass Straelen uns voraus ist“, so Zimmermann nach dem Auftakt. Daran änderte auch die zweimalige Führung seines Teams nichts.

Denn das startete vielversprechend, spielte von Beginn an mutig nach vorne, was den SV Straelen zu überraschend schien. Bereits in der 9. Spielminute markierte Kapitän Kevin Kahlert die 1:0-Führung. Einen Einwurf von Timon Schmitz verlängerte Rene Linder, ehe Kahlert das Leder mit dem Hinterkopf über die Linie drückte. Nach einer guten halben Stunde stand erneut Kevin Kahlert im Blickpunkt. Dieses Mal im eigenem Strafraum. Er setzte zum Pressschlag an, doch der Ball flatterte Kelvin Lunga vor die Füße, der zum 1:1 abstaubte.

RWA-Trainer Andreas Zimmermann zum 2:2-Ausgleichstreffer

Vor dem Seitenwechsel wurde es dann richtig spannend. Zunächst wieder die einstudierte Einwurfstan­dartsituation von Timon Schmitz auf Lindner. Dieses Mal wehrte die SV-Abwehr zwar ab, aber die folgende Hereingabe von Daniel Francis erreichte Kahlert. Der bugsierte den Ball zu Sebastian Mai, der per Fuß zum 2:1 (43.) vollendete. Doch das war es noch nicht in Durchgang eins. Denn mit dem Pausenpfiff bekamen die Gastgeber einen Freistoß am Strafraum der Rot-Weißen zugesprochen. Ex-Profi Kevin Wolze nahm Maß und traf in den rechten Torwinkel. „Unser Keeper hat spekuliert, macht den Schritt nach links und kommt dann nicht mehr heran. Das war unglücklich, zumal es direkt vor der Pause passierte“, kommentierte Zimmermann den Ausgleich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Rot-Weiß findet nach der Pause nicht statt

Was dann allerdings nach dem Wiederanpfiff auf dem Rasen stattfand, soll im Laufe der Woche besprochen werden, denn der SV Straelen spielte die Rot-Weißen nun regelrecht an die Wand. Ein ums andere Mal musste Torhüter Martin Velichkov sein ganzes Können aufbieten, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Stark seine Fußabwehr gegen Gianluca Rizzo (51.), und auch seine Parade vor dem 3:2-Siegtreffer konnte sich sehen lassen. Den Abpraller konnte Cagtay Kader jedoch nutzen und den Ball ins verwaiste Tor schieben.

RWA-Trainer Andreas Zimmermann lobt den Ex-Profi bei den Gastgebern

Die Ahlener bekamen keinen Zugriff mehr auf die Partie. In der Schlussphase hatten sie dann allerdings noch mehrere Standardsituationen in Folge, wobei Rene Lindner fast noch der Ausgleich gelang. „Robin Udegbe wird nicht umsonst die Krake genannt. Den hat er bravourös gehalten“, lobte Zimmermann den SVS-Keeper. Einen weiteren Spieler der Gastgeber hob Andreas Zimmermann ebenfalls hervor. „Kevin Wolze hat heute den Unterschied ausgemacht. Er hat ein Bombenspiel gemacht, hat seine neue Mannschaft zum Sieg geführt. Von so einem Spieler können Teams wie wir in der Regionalliga nur träumen!“ Bestimmt nach dem 2:3.

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