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Fußball: Regionalliga West

Zwischen Hoffen und Bangen: Preußen Münsters Manfred Osei Kwadwo wartet auf Diagnose

Münster

Das ist schon bitter. Manfred Osei Kwadwo hat sich im Sommer 2021 den Preußen angeschlossen, bis dato aber nicht ein Pflichtspiel absolviert. Verletzungsbedingt musste der 26-Jährige passen. Nun droht ihm eine weitere, möglicherweise wieder längere Pause.

Von André Fischer

SC Preußen Münster - BvB 2 - Niemeyer und Kwadwo Foto: Jürgen Peperhowe

„Mann des Friedens“. Sein Vorname hat eine althochdeutsche Herkunft und geht auf die Wörter „man“ und „fridu“ zurück. „Papa fand ihn toll“, erzählt Manfred Osei Kwadwo, kurz „Manni“. So rufen ihn alle, wie der 26-jährige Offensivspieler der Preußen mit ghanaischen Wurzeln lächelnd verrät. Nun kommen Friedensmänner in guter Absicht – sind liebens- und vertrauenswürdig. Aber ab und an mit einer Portion Ungeduld in der DNA versehen. Und so sitzt dieser junge Mann am Montag äußerst angespannt in seiner Bude in Münster, harrt der Dinge, die da kommen. Erst am Wochenende hat ihn Teamarzt Dr. Cornelius Müller-Rensmann nach einem Trainingsunfall untersucht – die Diagnose steht aus. Das rechte Knie schmerzt. „Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist“, sagt Kwadwo. Er weiß, was es heißt, außen vor zu sein. Verletzungsbedingt hat er für den heimischen Regionalligisten in dieser Saison nicht einmal in einem Pflichtspiel auf dem Grün gestanden.

Schwierige erste Monate

Juli 2021. Das zweite Testspiel in Aplerbeck gegen die zweite Garde von Borussia Dortmund (2:1) bleibt für viele Monate das vorerst letzte. Ein Muskelfaserriss bremst den von Waldhof Mannheim an die Hammer Straße gewechselten Kwadwo jäh aus. Im Aufbautraining stellt sich später heraus: Die Sehne auf der Rückseite im rechten Oberschenkel ist angerissen. Das tut weh – körperlich und seelisch.

Kwadwo zieht es zur Familie nach Pfungstadt, zehn Kilometer südwestlich von Zweitliga-Tabellenführer Darmstadt. Im knapp 40 Kilometer entfernten Neu-Isenburg absolviert er täglich seine Reha, arbeitet sich wieder ran. Und kehrt im Dezember ins Mannschaftstraining zurück. „Ich war der glücklichste Mensch auf Erden“, erinnert er sich. Im Januar 2022 feiert er sein Comeback bei den Tests in Paderborn (0:1) und Rheine (4:0), steht vor dem Sprung in den Spieltagskader für die Partie in Lotte. Bis ein Zweikampf in einer nachmittäglichen Einheit folgenschwer endet. „Jetzt muss ich warten, was Sache ist. Ich kann nichts beschleunigen.“

Ablenkung vom Hoffen und Bangen

Zwischen Hoffen und Bangen: Kwadwo versucht in diesen Tagen, die Zeit irgendwie totzuschlagen. Mal geht er rüber zu Jan Dahlke, mal zu Luke Hemmerich, die beiden wohnen gegenüber. Karten spielen, Fußball an der Konsole zocken – es gibt genügend Wege, sich abzulenken. „Ich weiß aktuell nicht, wie es weiter geht, und das macht mir persönlich schon zu schaffen.“

Eines scheint auch ohne konkreten Befund safe: Kwadwo wird am Samstag im Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck nur als Zuschauer im Stadion dabei sein. Nichts wirklich Neues für „Manni“.

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