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Grandiose Opernpremiere: Leonard Bernsteins „Candide“ mit Live-Zeichnungen von Robert Nippoldt

Ein Fest für Augen und Ohren

Münster

Ein Illustrator, der live zeichnet, während sich auf der Bühne eine Opernpremiere vollzieht – geht das? Oh ja! Bei Leonard Bernsteins „Candide“ im Großen Haus ist das Publikum am Ende außer Rand und Bank – dank der schieren Fantasie von Robert Nippoldt.

Von Chr. Schulte im Walde

Ehebruch, Diebstahl und Gotteslästerung: Man ist nicht begeistert von Candide (Garrie Davislim, auf dem Laufsteg oben rechts) und Dr. Pangloss (Gregor Dalal, links), die von der Inquisition verurteilt werden. Im Vordergrund: der Illustrator Robert Nippoldt und seine Assistentin Saskia Kunze) Foto: Oliver Berg

Grandioser hätte die erste Opernpremiere zu Beginn der neuen Spielzeit im Theater Münster nun wirklich nicht ausfallen können. Das Publikum war außer Rand und Band nach dem gut zweistündigen „Candide“, prall gefüllt mit Leonard Bernsteins zündender Musik, mit unglaublichen Aktivitäten auf der Bühne und einer schier grenzenlosen Fantasie, die vor allem ihm bescheinigt werden muss: Robert Nippoldt. Er war es, der die völlig hanebüchene Geschichte rund um Candide, Cunegonde und den Hauslehrer Dr. Pangloss in Szene setzte – eins zu eins mit dem, was auf der Bühne zu erleben war: Voltaires satirische Novelle „Candide“, die bekanntlich ihren Ausgang in Westfalen nimmt.

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