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Gut für die Seele: «Das Glück des Gehens»

Schweizer sind die pünktlichsten Fußgänger. Diese und andere kluge Dinge findet man in diesem Buch übers Gehen.

dpa

Hamburg (dpa) - «Ich kann nur im Gehen denken, sobald ich Halt mache, ist es mit dem Denken vorbei», schrieb der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau. Das erscheint den meisten vielleicht übertrieben, doch dass Gehen den Kopf freimacht, würden sicher viele unterschreiben.

Nach Ansicht des irischen Neurowissenschaftlers Shane O’Mara entspricht kaum eine Tätigkeit dem Menschen so sehr wir das Gehen. Wären wir nicht so begabt dafür, hätte sich der Homo sapiens kaum über derart riesige Entfernungen auf der Erde verbreiten können.

In «Das Glück des Gehens» erklärt O’Mara nicht nur die biologischen Grundlagen es Gehens und wie uns unsere Zweibeinigkeit zum evolutionären Vorteil gereichte. Er beschreibt auch den Zusammenhang zwischen Psyche und Bewegung, klärt uns über das Gehen in Gemeinschaft («soziales Gehen») auf und beschäftigt sich mit fußgängerfreundlichen bzw. -feindlichen Städten. Auch interessante Statistiken hält er bereit. So gehen die Schweizer nicht nur am schnellsten, sie sind - kaum überraschend - auch die pünktlichsten Fußgänger.

Shane O’Hara: Das Glück des Gehens. Was die Wissenschaft darüber weiß und warum es uns so guttut, Rowohlt Verlag, Hamburg, 256 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-498-03579-2

© dpa-infocom, dpa:200721-99-867882/2

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