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Streifzüge

Von Wüstenkäffern und Glitzermetropolen

«Islamische Imperien»: Justin Marozzi hat sich in die Zivilisationsgeschichte betrieben und berichtet aus einer anderen Welt von gestern bis heute.

dpa

Berlin (dpa) - Wieso konnte aus dem staubigen Wüstenkaff Mekka die heiligste Stätte des Islam werden, die Jahr für Jahr Millionen Pilger anzieht? Und wie ist eigentlich der märchenhafte Aufstieg Dubais zu erklären, vom unscheinbaren Perlenfischerdorf zur glitzernden Weltmetropole?

Justin Marozzi geht in seinem Buch «Islamische Imperien» diesen faszinierenden Geschichten nach. Manchmal erinnert sein Streifzug durch 15 Städte der islamischen Zivilisation tatsächlich an Tausend und eine Nacht, so wenn er von dem «duftenden Paradies» Damaskus im Mittelalter schwärmt oder dem blühenden kosmopolitischen Bagdad unter den Abbasiden.

Anhand der wechselnden Geschichte der Metropolen spannt er einen weiten Bogen vom 7. bis zum 21. Jahrhundert, berichtet von Glanzzeiten des Islam, aber auch von Epochen des Niedergangs. Interessant auch, wenn Klischees gebrochen werden. So war Kabul einmal eine idyllische Gartenstadt. Die meisten Städte hat Marozzi als Journalist selbst besucht. Das merkt man seinen kenntnisreichen Schilderungen an.

- Justin Marozzi: Islamische Imperien. Die Geschichte einer Zivilisation in fünfzehn Städten, Insel Verlag, Berlin, 587 Seiten, 28,00 Euro, ISBN 978-3-458-17869-9

© dpa-infocom, dpa:210309-99-749013/2

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