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Posthume Ehrung

Josephine Baker kommt ins Pariser Panthéon

Paris (dpa)

Die französisch-amerikanische Tänzerin und Sängerin (1906-1975) gehört zu den prominentesten Showstars des 20. Jahrhunderts. Ihre Gebeine sollen in den Pariser Ruhmestempel überführt werden.

Von dpa

Die französisch-amerikanische Tänzerin und Sängerin Josephine Baker (1973). Foto: Manfred Rehm/dpa

Der US-amerikanisch-französischen Tänzerin Josephine Baker (1906-1975) wird die höchste Ehre Frankreichs zuteil.

Ihre Gebeine sollen am 30. November in das Pariser Panthéon überführt werden, wo die Großen der Nation ruhen, berichtete die Zeitung «Le Parisien» am Sonntag unter Berufung auf eine Entscheidung von Präsident Emmanuel Macron. Baker wird damit die erste schwarze Frau, die einen Platz in dem Pariser Ruhmestempel erhält. 38.000 Menschen hatten eine vor zwei Jahren gestartete Unterschriftenaktion für eine entsprechende Ehrung Bakers unterstützt.

Die Tänzerin und Sängerin wurde als Personifikation des «Jazz Hot» und für ihre wilde Art zu tanzen bekannt. Sie gilt als einer der bedeutendsten Showstars des 20. Jahrhunderts. Frankreich machte sie außerdem zu seiner Nationalheldin. Während des Zweiten Weltkriegs war sie zunächst beim Roten Kreuz tätig. Dann stieg sie im Widerstand, der Résistance, auf. Dafür wurde ihr unter anderem der Orden der französischen Ehrenlegion verliehen. Später kämpfte sie auch an der Seite von Martin Luther King gegen Rassismus. Nach ihrem Tod wurde sie in Monaco beigesetzt.

In dem ursprünglich als Kirche geplanten Panthéon werden seit der Französischen Revolution wichtige Vertreter des Landes wie Victor Hugo, Émile Zola, Voltaire oder Rousseau geehrt.

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