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TV-Tipp

Das Traumschiff und die Insel der Liebe

München (dpa)

Sonnenuntergang am Traumstrand, kleine Streits, große Versöhnung - und Discofox mit Arabella Kiesbauer. Das «Traumschiff» fährt in seiner Osterfolge wieder ganz groß auf.

Von Britta Schultejans, dpa

Bernd Delgado (Wolfgang Stumph) bittet seine Tochter Jessica (Collien Ulmen-Fernandes) um Hilfe. Foto: Dirk Bartling/ZDF/dpa

Der große Wolfgang Rademann hatte einst eine Idee. Wenn der Kapitän keine weißen Haare habe, dann könne man doch da «noch was mit den Frauen machen», sagte der 2016 gestorbene Fernsehproduzent und «Traumschiff»-Erfinder vor vielen Jahren.

Damals hatte Sascha Hehn gerade das Ruder von Siegfried Rauch übernommen - mit knapp 60 Jahren. Inzwischen ist bekanntermaßen Florian Silbereisen am Steuer - und der ist ja sogar nochmal knapp 20 Jahre jünger als sein ebenfalls bayerischer Kollege Hehn damals, hat keine weißen Haare und ist sogar tätowiert. Wäre es da nicht Zeit für diese Idee, die «mit den Frauen»?

Diese Frage drängt sich auf in der österlichen Ausgabe des ZDF-Dauerbrenners, die am Ostersonntag (17.4., 20.15 Uhr) ausgestrahlt werden soll. Denn da kommt Kapitän Parger (Silbereisen) seiner Schiffsärztin Jessica Delgado (Collien Ulmen-Fernandes) näher als es bislang der Fall war.

Er begleitet sie nämlich an Land (Ziel dieses Mal: Mauritius), trifft sogar direkt ihren einigermaßen nichtsnutzigen Vater (ein Wiedersehen mit Wolfgang Stumph) und tröstet sie, nachdem der sie wieder einmal bitter enttäuscht hat. Schließlich sitzen die beiden gemeinsam am Strand, blicken in den Sonnenuntergang. Romantischer wird's nicht. Geht da etwa noch was mit dem Kapitän und der Schiffsärztin? 

Discofox mit Arabella Kiesbauer

Bei dieser entscheidenden Frage geraten die anderen Geschichten auf dem Oster-«Traumschiff» fast in den Hintergrund. Da ist der traurige Witwer (Helmut Zierl), der sich von der hübschen, jungen Tanzlehrerin (Vivien Wulf) an seine verstorbene Frau erinnert fühlt, sie seinem entfremdeten Sohn vorstellt und schließlich selbst Gefallen findet an Discofox mit Arabella Kiesbauer (die Talk-Queen der 90er Jahre in einem Gastauftritt).

Und da ist natürlich auch das fast schon obligatorische alternde Ehepaar, das bis zu den Wunderkerzen auf dem Nachtisch wieder zueinanderfinden muss. Diesmal wird es verkörpert von Janina Hartwig und Andreas Hoppe. Sie hat ihn nur dazu gebracht, die Kreuzfahrt mitzumachen, weil er sich darauf freut, die «Blaue Mauritius» zu sehen, den Traum aller Briefmarkensammler.

Verschwiegen hat sie ihm allerdings, dass das Museum, das die millionenschwere Briefmarke beheimatet, wegen eines Wasserschadens geschlossen hat. Nicht der einzige Trick, den sie auf Lager hat, um ihren grummeligen Mann aus der Reserve zu locken und vielleicht sogar einmal mit ihm zu tanzen. Seine Reaktion darauf ist mit Abstand der beste Satz der Folge: «Ich bin nicht in Würde gealtert, um jetzt noch tanzen zu gehen.»

Eine Seerose der Liebe?

Beobachtet werden die beiden dabei von Hoteldirektorin Hanna Liebhold (Barbara Wussow) und Staff-Kapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth), zwischen denen sich nach einem gemeinsamen Besuch im botanischen Garten ebenfalls etwas zu entwickeln scheint. Eine zarte Seerose der Liebe? «Eine Insel der Befreiung, des Neuanfangs, der Liebe», sagt Kapitän Parger kurz vor dem erlösenden Dessert.

Nicht zuviel, mahnte Hehn damals auf Rademanns Idee «mit den Frauen» angesprochen: «Es darf nur nicht in die Richtung gehen, dass der Kapitän gegen einen Felsen fährt, weil er abgelenkt ist.»

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