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Das verschwundene Kind - «Der Kommissar und die Eifersucht»

Berlin (dpa)

Ein kleiner Junge verschwindet, und das gleich zweimal. Der ZDF-Krimi «Der Kommissar und die Eifersucht» offenbart ein familiäres Psychospiel.

Von Ute Wessels, dpa

Martin Brühl (Roland Wiesnekker) und Susanne Koch (Meike Droste) ermitteln in einem neuen Fall. Foto: Rudolf Wernicke/ZDF/dpa

Eine junge Frau behauptet verzweifelt, man habe ihr vor zwei Jahren ihren Sohn gestohlen. Nun will sie ihn bei einer anderen Familie entdeckt haben.

Für den Ermittler Martin Brühl (Roeland Wiesnekker) ist es der dritte Fall, den er zu lösen hat. Und wieder ist sein psychologisches Feingefühl gefragt. Denn offensichtlich lügt jeder, mit dem er es zu tun bekommt. Der Regisseur Andreas Senn und der Drehbuchautor Christoph Darnstädt entspinnen in «Der Kommissar und die Eifersucht» ein komplexes Geflecht mit zahlreichen Wendungen. Das ZDF strahlt den Krimi diesen Montag (16. Mai) um 20.15 Uhr aus.

Dina Ritter (Stephanie Amarell) ist aufgelöst und außer sich. Angeblich habe jemand ihren Sohn auf einem Spielplatz entführt. Kommissar Brühl kümmert sich um die junge Frau und stellt schnell fest: Hier stimmt etwas nicht. Angeblich fantasiert Dina, den Jungen soll es gar nicht geben. Das sagt jedenfalls Dinas Bruder Tobias (Jacob Matschenz).

Existiert das Kind überhaupt?

Brühl ermittelt weiter, denn Dina bittet ihn geradezu verzweifelt um Hilfe. Die Entführung am Spielplatz habe sie erfunden, gibt sie zu. Aber sonst hätte ihr ja keiner zugehört. Benji sei vor zwei Jahren aus seinem Bettchen verschwunden, daraufhin sei sie in einer Klinik mit Medikamenten ruhig gestellt worden. Sie spricht von Gehirnwäsche. Ziel: Sie sollte ihren Sohn vergessen, behauptet sie. Das war im brandenburgischen Cottbus, nun lebt Dina mit ihrem Bruder Tobias in Berlin.

Und dort will sie nun Benji gesehen haben. Die Behörden wollen Dina sofort wieder in die Klinik einweisen. Existiert Benji wirklich nur in Dinas Fantasie? Oder ist der kleine Emil, der bei einer Berliner Lehrerfamilie lebt, tatsächlich ihr Sohn?

Eine Geburtsurkunde oder Nachweise über Kindergeldzahlungen würden das Rätsel schnell lösen. Um die Geschichte also überhaupt möglich zu machen, hat sich der Drehbuchautor eine heimliche Geburt ausgedacht: Dina will ihr Baby auf dem Land bei Cottbus selbst zur Welt gebracht und dann versteckt haben. Nur ihr Vater und ihr Bruder hätten davon gewusst. Und ein paar Dorfbewohner, die sie mal mit dem Kind sahen.

In Lügen verstrickt

Ein Mutterschaftstest zwischen dem kleinen Emil und Imke Sachtleben (Stefanie Stappenbeck) könnte auch helfen. Aber: Emil ist adoptiert, wie Imke berichtet. Sie und ihr Mann Holger (Wanja Mues) hätten den Kleinen aufgenommen - und zwar ausgerechnet vor zwei Jahren in Cottbus. Kommissar Brühl ahnt, dass das kein Zufall sein kann. Doch Dina verstrickt sich in immer weitere Lügen und rüttelt damit an ihrer Glaubwürdigkeit. Auch Tobias und Holger scheinen etwas zu verbergen.

Dann verschwindet Emil/Benji erneut, und zwar aus dem Garten seiner Adoptivfamilie. Auch Dina ist weg. Dem Ermittler läuft die Zeit davon.

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