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Geschlechterdoku «Naked» bei Arte

Berlin (dpa)

Geschlechter-Rollen im Umbruch, Frauen als Kriegerinnen und Dämonen auf der Suche nach Anschluss: Was sich jetzt zu streamen lohnt.

Von dpa

Der zehnjährige Meems Lutman wurde als Mädchen geboren, doch er merkt schon früh, dass sein biologisches Geschlecht nicht mit seiner Identität übereinstimmt. Foto: --/ZDF/Arte/Ontario Inc/dpa

Ein paar Streaming-Tipps für die nächste Zeit:

Wann ist ein Mann ein Mann? Beim Thema Geschlecht scheint alles im Wandel: Was und wie ist eine Frau, was ist ein Mann? Wie binär ist unsere Spezies wirklich? Arte zeigt die Doku «Naked» (6 Folgen von etwa 52 Minuten) derzeit in seiner Mediathek und strahlt sie am 2., 3. und 4. November (je 2 Folgen ab 22.15 Uhr) auch linear aus. Für die Reihe wurden mehr als 100 Interviews geführt, unterschiedlichste Menschen getroffen, um vielseitig zu beleuchten, was heute zu Sex und Gender bekannt ist und gedacht wird. Die erste Folge der Dokumentationsreihe (Buch und Regie: Jobst Knigge, Cristina Trebbi, Susanne Utzt und Stephanie Weimar) fragt zum Beispiel, ob die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen angeboren oder anerzogen sind. In Schweden wird ein Kind besucht, das versuchsweise ohne jeden Bezug auf Geschlecht erzogen wird. Außerdem: In Teilen der Welt stellen Mädchen für Familien angeblich eine Bürde dar. Im Westen gelten dagegen eher zu aggressive Jungs als schwierig. «Naked» ist in der Arte-Mediathek bis Mitte Januar verfügbar.

Historisch: Im Film «Black Panther» kämpfte Lupita Nyong'o als Nakia für eine Elitetruppe des Königs von Wakanda. Die Geschichte sei fiktiv, aber von tatsächlichen Begebenheiten inspiriert, berichtete der TV-Sender History Channel. Ein Beispiel seien die Aggoji, vom 18. bis 20. Jahrhundert die weibliche Streitmacht im westafrikanischen Königreich Dahomey. Oscar-Preisträgerin Nyong'o erforscht nun in einem Dokumentarfilm die historischen Wurzeln der Kämpferinnen. «Lupita Nyong‘o auf den Spuren von Afrikas Kriegerinnen» nennt sich der Streifen, der nach der Ausstrahlung am Freitag (28. Oktober) um 20.15 Uhr im History Channel über dessen Partner-Plattformen wie Wow, Vodafone oder Magenta abrufbar ist.

Höllisch: «Was ist denn das schlimmste am Elternsein?» Die einhellige Antwort: «Andere Eltern». Und schon geht es mitten hinein in diese Hölle auf Erden. Der Schauplatz ist eine Elterninitiative. Sie soll gegründet werden, damit der heiß geliebte Nachwuchs die allerbeste Betreuung bekommt, die überhaupt denkbar ist. Unendlich viel Stoff für Diskussion, frei nach dem Motto: zehn Leute, zwölf Meinungen. Wer selbst Kinder hat oder in einer Kita arbeitet, für den hat die Serie «Andere Eltern» sicher einigen Wiedererkennungswert, sei es bei der Suche nach der geeigneten Erzieherin oder einem Casting neuer Eltern. Doch nicht nur die Kita-Treffen sind turbulent, auch im Privatleben der Erwachsenen gibt es reichlich Chaos, das sich genüsslich in sieben Folgen bei Prime Video erleben lässt.

Teuflisch: Wendell und Wild sind Dämonen aus der Unterwelt. Ihr Traum: Ein Leben in der Welt der Menschen. Damit das klappt, hängen sich die Brüder an die 13-jährige Kat Elliot. Die Schülerin liebt Gothic und Rebellion, vor allem an ihrer katholischen Mädchenschule. Die 13-Jährige stellt jedoch einige Bedingungen und verwickelt sich und die Dämonen in ein aufregendes und höchst schräges Abenteuer, gedreht in Stop-Motion. Einer der Drehbuchautoren und Koproduzenten ist übrigens Horror-Spezialist und Oscar-Preisträger Jordan Peele («Get Out», «Wir»), Regie führte Henry Selick («Coraline»), der ebenfalls einer der Produzenten. Zu sehen ist die Horrorkomödie «Wendell & Wild» bei Netflix.

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