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Krimi

NDR zeigt Elite-Internat-«Tatort» mit Möhring

Hannover/Hamburg (dpa)

Ein 17-Jähriger verschwindet aus einem Edel-Internat - ausgerechnet als der Staatschef aus dessen Heimatland nach Deutschland kommt. Wotan Wilke Möhring muss als Thorsten Falke diskret ermitteln.

Von Christiane Bosch, dpa

Torsten Falke (Wotan Wilke Möhring) in einer Szene aus «Tatort - Tyrannenmord». Foto: Marc Meyerbroeker/NDR/dpa

Der Hamburger Ermittler Thorsten Falke steht schon in der ersten Szene des «Tatort»-Krimis «Tyrannenmord» im Fadenkreuz. Doch der Bundespolizist (Wotan Wilke Möhring) ist in dem Krimi (25.10., 22.00 Uhr, NDR Fernsehen) nicht etwa Ziel eines Angriffs. Vielmehr soll er mit Kollegin Julia Grosz (Franziska Weisz) gewährleisten, dass sich ein südamerikanischer Diktator bei seinem Staatsbesuch sicher auf Niedersachsens Straßen bewegen kann.

Bevor es jedoch so weit kommt, wird Falke - ohne Grosz - zu einem Elite-Internat aufs Land beordert. Denn dort ist der Schüler Juan verschwunden. Und der ist nicht - wie zunächst angenommen - der Sohn des Botschafters, sondern der des erwarteten Despoten.

Falke soll deshalb diskret ermitteln, ob der Junge «nur betrunken in einer Kneipe» liegt oder entführt wurde. Rund ums Internat erwartet Falke schließlich eine ganz eigene, ihm weitgehend unbekannte Welt.

Hat das Regime selbst die Finger im Spiel? Ist es ein Schachzug der politischen Gegner? Oder doch nur ein missglückter Jungenstreich? Sind Freunde in die Sache verwickelt? Mehr als einmal scheint die Lösung quasi auf der Hand zu liegen.

Mit guten Einfällen begleitet

An seiner Seite ermittelt Dorfpolizist Felix Wacker (Arash Marandi), der Falke hier und da trotz erster Vorurteile und so einiger gut getroffener Fettnäpfchen auch mit guten Einfällen überrascht.

«Tyrannenmord» ist ein «Tatort», bei dem Falke-Fans ordentlich auf ihre Kosten kommen. Rau- wie breitbeinig, schlecht gelaunt, genervt, rebellisch und skeptisch ermittelt der Polizist bis zur Aufklärung seines zunächst undurchschaubaren Falls.

Der norddeutsche «Tatort» schneidet zudem gesellschaftliche und politische Themen an: wirtschaftliche Abhängigkeiten von einem diktatorisch geführten Land ohne Meinungsfreiheit. Gute Bildung nur für Reiche. Machtmissbrauch gegenüber Schutzbefohlenen.

Der Krimi erlebte im Frühjahr seine Erstausstrahlung. Etwa 9,4 Millionen schalteten damals - am 20. März - das Erste ein. Nun wiederholt der NDR in seinem Dritten den klassisch aufgebauten Krimi.

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