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TV-Tipp

Neue Staffel von «Ein Fall für zwei»

Berlin (dpa) –

Die ZDF-Krimiserie geht in ihre siebte Staffel. Zum Einstieg dreht sich das Geschehen um illegalen Tierhandel. Ein Problem, für das sich Leo-Darsteller Wanja Mues auch privat engagiert.

Von Ulrike Cordes, dpa

Die Schlangenexpertin Dr. Nathalie Schilling (Xenia Tiling) unterstützt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr., M.) und Leo Oswald (Wanja Mues) Foto: Christian Lüdeke/ZDF/dpa

Mit dem traurigen Thema illegaler Tiertransporte kehrt die ZDF-Krimiserie «Ein Fall für zwei» auf die Bildschirme zurück.

Zum Auftakt der siebten Staffel der seit 2014 laufenden Geschichten bekommen es Privatdetektiv Leo Oswald (Wanja Mues, «Stralsund») und Anwalt Benni Hornberg (Antoine Monot jr, «Knallerkerle») in der Folge «Die falsche Schlange» beide mit Mord durch das Gift exotischer Schuppenkriechtiere zu tun. Im bewährten Einsatz in Frankfurt am Main am kommenden Freitag (27. August) um 20.15 Uhr ebenfalls wieder dabei: Staatsanwältin Claudia Strauss alias TV-Star Bettina Zimmermann («Familie Bundschuh»).

Das Anschlagsopfer ist Max Dreiser (Stephan Weber), der nach einer Afrikareise eben erst nach Hause gekommen ist. In Verdacht gerät seine mit ihm in Streit liegende schwangere Ehefrau Emilia (Anne Schäfer). Sie kommt in U-Haft, doch Benni glaubt an ihre Unschuld. Die Zeit rennt, die richtige Schlange und damit auch das richtige Gegengift zu finden. Bald erhalten Leo und Benni Hilfe im Zoo, wo Dr. Nathalie Schilling (Xenia Tiling) wirkt, international renommierte Schlangenexpertin und Ex-Liebschaft von Leo. Eine Spur führt schließlich zum dubiosen Tierhändler Bernd Gränert (Arved Birnbaum).

In kühlen Bildern und bei gewohnt flapsigen Dialogen der ungleichen Ermittler hat Regisseur Florian Eichinger («Die Hände meiner Mutter») das Geschehen umgesetzt. Für den Hauptdarsteller Mues ist das Tierschutz-Thema auch ein sehr persönliches Anliegen. Der gebürtige Hamburger engagiert sich seit 2019 als Botschafter für den Verein «Orang-Utangs in Not», den Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig 2007 gegründet haben. So ist der Star - auf eigene Kosten - nach Borneo geflogen, um die Arbeit mit den letzten dieser Menschenaffen, die es sonst nur noch auf Sumatra gibt, kennenzulernen.

«In den Auffangstationen habe ich gesehen, in welch erbärmlichem Zustand dort die Tiere ankommen, die von Menschen in viel zu kleinen Käfigen oder auch als Touristenattraktionen gehalten werden. Sie werden dann aufgepäppelt und zurück in die vom Verein erst einmal wieder aufgeforstete Natur entlassen», berichtet Mues der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Ein weiteres Problem für die Tiere sei, dass ihr natürliches Umfeld, der Regenwald, aus kommerziellen Gründen drastisch schwinde.

Für den Schauspieler sind die Orang-Utangs auch ein Sinnbild unseres Lebens. «Weil sie uns Menschen am ähnlichsten sind», sagt der 47-Jährige, «und ihr Lebensraum dermaßen zerstört wird, dass sie - wenn es so weitergeht – bald gar keinen Lebensraum mehr haben. Dann wäre die Lunge der Welt kaputt. Und nicht nur sie, sondern auch wir Menschen würden am Abgrund stehen.»

Während der Drehtage am Main, wo Mues seit 2013 für «Ein Fall für zwei» regelmäßig im Einsatz ist, habe er sich wieder überaus wohl gefühlt, sagt der mit Frau und zwei Söhnen in Berlin lebende Schauspieler. «In Frankfurt fühle ich mich absolut zuhause – es ist mein Arbeitszuhause geworden.» Die Gründe dafür erkennt Mues vor allem bei den Bewohnern der Stadt. «Ich finde die Menschen sehr offen - man wird sehr aufgenommen, auch wenn man dort nur Gast ist. Wenn mich etwa meine Söhne besuchen, gehen wir auf den Fußballplatz – wir werden mit Namen und Handschlag begrüßt und es heißt, "Schön, dass Ihr wieder da seid."»

Dazu passt, dass Frankfurt in der Serie mehr und mehr eine eigene Rolle spielt. «Mittlerweile wird ein Fokus immer stärker auf die Stadt, die Leute und die Geschichten der Stadt gelegt», sagt Mues. Er verrät, dass die Macher mit dieser Regionalisierung den Wünschen vieler Zuschauer entgegenkämen.

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