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Erstes Halbfinale des Eurovision Song Contest macht Lust auf mehr

Schiff Ahoi: „Volle Kraft voraus“ in Rotterdam

Rotterdam

Mit Zuschauern und vor allem mit jeder Menge guter Laune ist das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Rotterdam über die Bühne gegangen. Ein Floß im Wald, ein Hemd als Discokugel und ein von Dämonen in Ketten gelegter Engel – im Kampf um die zehn Finaltickets boten die Künstler alles auf.

Cedric Gebhardt

Mit einer Mischung aus Flötenklängen, Trommeln, modernen Beats und Schreigesang schaffte es die ukrainische Band „Go_A“ ins Finale. Das Publikum in der Ahoy Arena feierte das erste Halbfinale. Foto: imago/dpa

Willkommen an Bord. Den Anker lichten. Leinen los. Und ab geht die wilde Fahrt. Die Ahoy Arena in Rotterdam war am Dienstagabend Schauplatz des ersten Halbfinales des 65. Eurovision Song Contest (ESC), der am kommenden Samstag stattfinden wird.

Sowohl Veranstalter als auch Künstler und Fans setzten vom ersten Moment an die Segel auf dem „Partyschiff ESC“, das im vergangenen Jahr pandemiebedingt im Hafen bleiben musste. Jetzt gilt: volle Kraft voraus. Nach der Absage des Grand Prix im Vorjahr waren die Lust und die Sehnsucht auf den sich selbst nicht immer ganz so ernstnehmenden Gesangswettbewerb riesengroß.

Publikum erlaubt

Sogar 3500 Zuschauer waren als Teil einer wissenschaftlichen Studie der niederländischen Regierung in der Ahoy Arena zugelassen – alle zuvor negativ auf Corona getestet. Auch die Musiker selbst leben in einer strengen Quarantäne.

Um das Risiko weiter zu minimieren, darf in diesem Jahr erstmals vorproduzierter Gesang eingespielt werden, damit die Anzahl an Sängern auf der Bühne gesenkt werden kann. Dafür setzten die Künstler gerade im ersten Halbfinale umso mehr auf Tänzer. Nur wenige Beiträge kamen so puristisch daher wie der von Nordmazedonien, bei dem Opernsänger Vasil allein auf der Bühne stand und mit einem Hemd im Stil einer glitzerndem Discokugel seinen Song „Here I stand“ schmetterte. Das Hemd blieb dann auch das einzige Glanzlicht.

Novum: Australien scheitert im Halbfinale

Nordmazedonien musste ebenso wie Slowenien, Irland, Kroatien, Rumänien und überraschend auch Australien vorzeitig die Segel streichen. Erstmals schaffte es der Beitrag aus Down Under nicht ins Finale am Samstag. Bedauerlich, denn die Qualität des Songs von „Technicolour“ der Sängerin Motaigne war durchaus beachtlich. Dennoch fiel sie damit bei der Jury und den Zuschauern durch.

Für das Finale qualifizierten sich am Dienstag zehn von 16 Halbfinalisten. Allen voran mit der erst 18 Jahre alten Destiny aus Malta auch eine der Top-Favoritinnen. Ebenfalls mit dabei sind Norwegen, Israel, Russland (mit einem starken Statement für Frauenrechte), Aserbaidschan, Zypern, die einmal mehr starken Schweden, die Geheimfavoriten Belgien und Litauen sowie die absurd hoch gehandelte Ukraine. Im zweiten Halbfinale am Donnerstag kämpfen noch einmal 17 Länder um eines von zehn weiteren Finaltickets. Der Beitrag von Island wird dabei nur als Aufzeichnung zu sehen sein, da ein Künstler der Band am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

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