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Bühnenversion von Thomas Bernhards „Alte Meister“ im Kleinen Haus des Theaters Münster

Hassrede auf die geliebte Kunst

Münster

Thomas Bernhard lässt in seinen Dramen und Romanen kaum ein gutes Haar an seiner österreichischen Heimat. Welche Leidenschaften und Verwundungen sich hinter den ergötzlichen Tiraden verbergen, zeigt jetzt Frank Behnkes Bearbeitung des Romans „Alte Meister“ in Münster.

Von Harald Suerland

Vor Tintorettos Gemälde „Weißbärtiger Mann“ sitzt der Kritiker Reger an jedem zweiten Tag. Das erzählt der Privatgelehrte Atzbacher (hier: Frank-Peter Dettmann). Foto: Oliver Berg

Adalbert Stifter, Anton Bruckner: Der große Erzähler und der große Sinfoniker gehören zu den Säulenheiligen der österreichischen Kultur. Zu Recht? Ein grauenhafter Stilist, ein kitschiger Komponist sind sie doch in Wahrheit, weiß Reger, der Musikkritiker. Genie und Österreich vertragen sich eben nicht, sagt der Mann, der regelmäßig im Kunsthistorischen Museum Wiens sitzt. Erstaunlich, dass Schuberts „Winterreise“ Gnade vor seinen Ohren findet. Allerdings nicht die Sänger, die sich damit so peinlich produzieren ...

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