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„Deutschstunde“

Angreifende Möwen

Als radelnder bürokratischer Bote muss der Dorfpolizist Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen) dem Maler Max Ludwig Jansen (Tobias Moretti) einen fatalen Brief mit „gültig bei Zustellung“ überbringen. Das Verdikt: Malverbot für den Künstler. Darunter wird die Freundschaft der Männer ebenso leiden wie Jepsens Sohn Siggi, 11, dessen Patenonkel der Maler ist. Es beginnt eine Zeit voll Misstrauen, Bespitzelungen und Bedrohungen im norddeutschen Städtchen Dagbühl während der Nazi-Zeit.

Hans Gerhold

Neulich im Watt: Dorfpolizist Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen) überreicht dem Maler Max Ludwig Jansen (Tobia Moretti) das behördliche Schreiben mit dem Malverbot. Foto: Wild Bunch Germany GmbH

Mit dem Roman „Deutschstunde“ legte Siegfried Lenz 1968 einen zur Schullektüre gewordenen Wälzer vor, der 1971 von Peter Beauvais als TV-Zweiteiler mit den brillanten Schauspielern Wolfgang Büttner (Maler) und Arno Assmann (Polizist) und der großartigen Kamera von Jost Vacano („Das Boot“) verfilmt wurde. Sehenswert, mit politischen Anspielungen und werkgetreu, aber mit 220 Minuten etwas lang.

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