1. www.wn.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Kino-kritik
  6. >
  7. Das perfekte Match

  8. >

„Ich bin dein Mensch”: Romantische Sci-Fi-Komödie

Das perfekte Match

Einer der beliebtesten Filme der diesjährigen Berlinale kommt nun ins Kino. In Maria Schraders luftig, aber präzise inszenierter Rom-Com bekommt Maren Eggert es mit einem attraktiven Cyborg zu tun, der sich stetig an ihre Bedürfnisse anpasst. Kann sie ihn lieben? Philosophie zum Mitlachen.

Von Gian-Philip Andreas

Alma (Maren Eggert) blickt zunächst skeptisch auf Tom (Dan Stevens). Foto: Christine Fenzl/Majestic/dpa

Sie sträubt sich, macht dann aber doch mit, und sei’s nur weil die Entlohnung ihrem Forschungsprojekt am Berliner Pergamonmuseum zugute kommt: Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert), derzeit Single, nimmt einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten humanoiden Roboter („Downton Abbey“-Star Dan Stevens) bei sich auf, der als ideal auf ihre Bedürfnisse abgestimmter Partner programmiert wurde. Anfangs läuft der attraktive Maschinenmensch bei der skeptischen Alma auf, aber sein Programm justiert clever nach. Alma muss sich fragen: Ist es möglich, einen künstlichen Menschen zu lieben? Und was, wenn er sich tatsächlich idealer an die eigenen Ticks und Vorlieben anpasst, als dies ein echter Mensch je könnte?

Regisseurin Maria Schrader, die für ihre Netflix-Miniserie „Unorthodox“ jüngst den Emmy bekam, macht aus dieser Prämisse keinen Science-Fiction-Thriller, sondern eine mitten im sommerlichen Berlin angesiedelte romantische Komödie, die grundlegende Fragen nach den Gelingchancen der Liebe und dem Menschlichen im Menschen stellt. Dabei kann sie sich auf zwei famose Protagonisten verlassen: Maren Eggert bekam auf der Berlinale den Schauspielpreis, und Dan Stevens ist als freundlicher Cyborg nicht weniger gut. Und das Ende ist so schlitzohrig, man muss es einfach lieben. Sehenswert.

Startseite
ANZEIGE