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Mel Gibson in Bestform

„Dragged across Concrete“: Ein Muss

Mel Gibson und Vince Vaugh gehen als suspendierte Cops in einem Amerika krasser sozialer Gegensätze auf Beutezug.

wn

Ridgeman (Mel Gibson) ist suspendiert Foto: David Bukac

Mel Gibson, dem als Gegner der „Expendables“ das Comeback gelang, zeigte in Komödien („Fatman“) und Krimis („Get the Gringo“) seine alte Klasse aus „Mad Max“, „Braveheart“ und „Lethal Weapon“. Als Ridgeman bildet er mit Vince Vaughn („Der Lieferheld“) als Lurasetti in „Dragged across Concrete“ ein Cop-Duo, das ohne Bezahlung suspendiert wird. Über kriminelle Kontakte hört Ridgeman von einem Coup, holt Lurasetti und Knacki Henry (Tory Kittles) als Fahrer an Bord und will der Bande nach gelungenem Banküberfall die Beute abnehmen. Leichter gesagt als getan. Der Neo-Noir-Thriller von Craig S. Zahler kreist um Polizeigewalt und krasse soziale Gegensätze: es brodelt, die Ordnung gerät aus den Fugen. Haupt- und Nebenfiguren (kranke und arme Familien der Männer) liefern überzeugende Charakterporträts. Bis zum Showdown spannend, ist der Film wegen der kurzen, rauen Action nichts für zarte Gemüter. Darstellerisch von Gibson und Vaughn als jüngerer Partner grandios gespielt (etwa die Essen-Szenen). In Gastauftritten sind Jennifer Carpenter („Dexter“) als Bankangestellte und Don Johnson („Miami Vice“) als Ridgemans ehemaliger und beförderter Partner zu sehen. Für Genrefreunde ein Muss.

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