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„Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version”

Dreizehn Minuten mehr Spinne

Wer den Marvel-Megahit aus dem letzten Jahr noch nicht kennt oder ein zweites Mal auf der Leinwand sehen möchte, hat jetzt die Möglichkeit, Disney Zusatzgeld ins Säckel zu werfen – im Austausch für dreizehn recht unspektakuläre Minuten, die zuvor vom Schneidetisch gefallen waren. Ein netter Fanservice als Überbrückungshilfe bis zum nächsten Film des unendlichen Marvel Cinematic Universe.

Von Gian-Philip Andreas

Tom Holland als Peter Parker (l.) und Benedict Cumberbatch als Doctor Stephen Strange Foto: Matt Kennedy/Sony Pictures/dpa

Was macht Disney, wenn ausnahmsweise mal zwei Monate lang kein neuer Marvel-Film im Kino anläuft? Sie bringen einfach den Hit der Vorsaison ein zweites Mal ins Kino, ergänzt um einige Szenen. So passiert’s jetzt mit „Spider-Man: No Way Home“, dem 27. Kino-Eintrag in das „Marvel Cinematic Universe“ (MCU) und dritten Film der Reihe mit Fokus auf den jugendlichen Spinnenmann.

Wir erinnern uns: Das Abenteuer, das im letzten Herbst fast zwei Milliarden Dollar einspielte, öffnete erstmals so richtig das Multiversum. So ließ Regisseur Jon Watts neben dem aktuellen Spider-Man (gespielt von Tom Holland) auch die früheren Inkarnationen aus den fünf früheren, noch nicht zum MCU gehörenden Spider-Man-Filmen aus den Jahren 2002 bis 2014 (Tobey Maguire und Andrew Garfield) aufmarschieren, ebenso deren Gegner, allesamt noch gespielt von ihren damaligen Darstellern, darunter Willem Dafoe, Rhys Ifans und Jamie Foxx. Das war Fanservice pur.

Um gleich zwei Jubiläen zu feiern – 60 Jahre Spider-Man und 20 Jahre erster Kinofilm – und um ein bisschen Extra-Cash einzunehmen, hat Marvel jetzt 13 Minuten zuvor weggeschnippelte Szenen wiedereingefügt und einen netten Gruß der Hauptdarsteller an den Anfang gestellt. Früher hat man sich derlei fürs DVD- und BluRay-Bonusmaterial aufgehoben. Der nächste reguläre Eintrag ins MCU folgt ansonsten im November, da kommt der neue „Black Panther“-Film.

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