Film der Woche

"Enfant terrible": Kino, Koks und Küsse

Melodram und wüstes Biopic über Rainer Werner Fassinder, das das Leben und Werk des Regiegenies demontiert. In der Titelrolle von Oliver Masucci exzessiv verkörpert.

Hans Gerhold

Prächtig amüsiert sich Rainer Werner Fassbinder (Oliver Masucci, M.) im Kreise seiner Freunde. Foto: Bavaria

Er war arbeitswütiges Regiegenie, süffisanter Bürgerschreck, politischer Provokateur ohne Blatt vor dem Mund, begnadeter Stilist und im Leben ruhelos, rücksichtslos und ruppig. Rainer Werner Fassbinder (1942-1982, bekannt als RWF), Deutschlands in nur 15 Schaffensjahren produktivster und bedeutendster Regisseur, dessen Filme noch heute sehenswert sind („Die Ehe der Maria Braun“ als ein Titel von über 40 Werken), ist im wüsten Biopic von Oskar Roeh­ler allerdings nur exzessiver Tyrann zwischen Kino, Koks und Küssen, Wachmachern und Wutausbrüchen.

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