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„Hui Buh und das Hexenschloss“: Wenig witziger Fantasy-Animationsfilm

Entführt vom bösen Besenwesen

Im zweiten Teil der Fantasy-Abenteuer um das harmlose Schlossgespenst Hui Buh (Michael „Bully“ Herbig) geht es ins Reich der Besenwesen, die eine Hexe entführt haben, deren Tochter ein mächtiges Zauberbuch besitzt. Wenig witzige Kurzweil in seit dem ersten Teil (2006) wesentlich verbesserter Animation. Inhaltlich mau und unentschieden.

Von Hans Gerhold

Julius (Christoph Maria Herbst), l.) und Foto: Warner Bros/dpa

Die gute Nachricht zuerst: Das zweite Fantasy-Animationsabenteuer um Schlossgespenst Hui Buh (Michael „Bully“ Herbig) hat in der CGI-Qualität zugenommen und kann es, wenn auch in etwas schummerigem Licht, mit „Phantastische Tierwesen“ aufnehmen, an denen sich „Hui Buh und das Hexenschloss“ orientiert. Wie 2006 ist die Mär vom kauzigen Gruselwesen von Sebastian Niemann inszeniert und von Dirk Ahner geschrieben.

Die schlechte Nachricht: Es gibt nur noch selten den Wortwitz, mit dem Herbig sich zu Zeiten von „Der Schuh des Manitu“ als Comedy-Meister auswies. Die Story ist simpel und hanebüchen und hat mit dem kindgerechten Gruselgarn des ersten Teils kaum etwas gemein. Vielleicht hätte Herbig, der inzwischen mit ernsteren Stoffen („Ballon“, „Tausend Zeilen“) mehr Glück hat, lieber selbst Regie und Buch übernehmen sollen.

Nachdem wieder eine Gruselshow des tapsigen Trampels Hui Buh danebengegangen ist, wird das chaotische Gespenst auf Schloss Burgeck in einen Entführungsfall verwickelt. Die kleine Hexe Ophelia (Nelly Hoffmann) bittet ihn, ihre von der bösen Hexe Erla (Charlotte Schwab) entführte Mutter Maria (Mina Tander) zu befreien. Auf ins Reich der Besenwesen.

Ophelia befindet sich im Besitz des mächtigen Zauberbuchs Necronomicron, das Erla gerne hätte. Während der Befreiungsaktion, bei der Julius (Christoph Maria Herbst), seit zehn Jahren Herr von Burgeck, und der Schlossbutler (Rick Kavanian) mitmischen, will Hui Bu endlich lernen, wie man wirklich Schauer und Schrecken erzeugt. Das kann natürlich nicht gut gehen, weil der gutherzige Tollpatsch nie wirklich bösartig und gemein wird und immer sofort ins Harmlose zurückrudert. Alles in allem nur wenig witzige Kurzweil.

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