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„Gemini Man“

Kein Vorsprung durch Technik

Ob man angesichts dieses Sci-Fi-Actiondramas die Augen erstaunt aufreißt oder irritiert zukneift, bleibt den eigenen Sehvorlieben überlassen: Der zweifache Oscarpreisträger Ang Lee („Brokeback Mountain“, „Life of Pi“) inszenierte „Gemini Man“ im neuen „3D+“-Verfahren, das eine extrahohe Bildrate von 120 Frames pro Sekunde ins Räumliche übersetzt. Die Folge: Der Film sieht aus wie ein Mix aus Videospiel und Seifenoper.

Gian-Philip Andreas

Will Smith als alternder Killer Henry Brogan, der plötzlich ein Problem hat: Er wird von seinem jüngeren Klon gejagt. Foto: Paramount Pictures/dpa

Zugegeben, die Schärfe ist beeindruckend, und man gewöhnt sich dran – was in diesem Fall fatal ist, denn sobald man sich vom Technischen wegorientiert und auf den Inhalt konzentriert, tritt das Nichts an Handlung umso gnadenloser hervor.

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