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„Die Schule der magischen Tiere 2”

Neue Biester, alte Story

Teil eins hat den wegen der Pandemie-Schließungen darbenden Kinos dringend benötigte Einnahmen beschert, umso freudiger bringen sie jetzt, nur elf Monate später, die Fortsetzung groß heraus. Die erzählt praktisch die gleiche Geschichte ein weiteres Mal, mit minimalen Variationen in Sachen Witz, Romantik und Spannung. Die Fans der Buchvorlagen von Margit Auer dürfte das kaum scheren.

Ida (Emilia Maier), die ein Musical inszenieren wird, hat hier einen ausgefuchsten Gefährten dabei. Foto: Leonine

Die erste Verfilmung der Bestseller von Margit Auer war 2021 der erfolgreichste deutsche Film in den Kinos und das Paradebeispiel dafür, was derzeit noch die Kassen klingeln lassen kann: Filme, die auf bekannten Marken basieren. Und dabei zeigte sich auch, dass es dann völlig egal sein kann, ob sie intelligent, einfallsreich und originell gemacht wurden.

„Die Schule der magischen Tiere“ war eine durchschnittliche Fantasykomödie für ältere Kids, „Harry Potter“-light mit schablonenhaften Figuren. Die mit den Stimmen von Sophie Rois oder Katharina Thalbach krächzenden (digitalen) Tiere sowie karikatureske Auftritte von Leuten wie Justus von Dohnányi (Rektor), Milan Peschel (Tierverkäufer) oder Nadja Uhl (Lehrerin) sorgten aber dafür, dass sich selbst kinderbegleitende Erwachsene im Kino amüsieren konnten, wenn sie sich das ganz fest vorgenommen hatten.

Der zweite Teil, inszeniert von „Otti’s Eleven“-Regisseur Sven Unterwaldt, war schon gedreht, als der erste herauskam, so wie jetzt schon Teil drei in Planung ist: So läuft sie, die industrielle Anfertigung generischer Schmunzelware. Diesmal inszeniert Ida (Emilia Maier) ein Musical zum Jubiläum der Wintersteinschule, mit Jo (Loris Sichrovsky) wird’s romantisch, einem geheimen Schulhoflochgräber wird hinterherermittelt, und die Neue (Lilith Johna) darf sich erfolgreich selbstermächtigen.

Der Film folgt exakt den gleichen emotionalen Bögen wie der erste Teil, nur gesungen wird etwas mehr, und mit Pinguin (Axel Stein) und Chamäleon (Rick Kavanian) krächzen neue Tiere mit.

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