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„Risiken und Nebenwirkungen“: Gut besetztes Boulevardtheater

„Wenn’s an die Nerven geht“

Wie ernst eine Liebesbeziehung ist, zeigt sich nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten – das muss eine Frau erfahren, als ihr Mann ihr die lebensnotwendige Nierenspende verweigert. Rund um diese Situation eskalieren in dieser fernsehfilmmäßig inszenierten, aber mit Samuel Finzi und Inka Friedrich top-besetzten Dialogkomödie gleich zwei Beziehungen.

Von Gian-Philip Andreas

Pilatestrainerin Kathrin (Inka Friedrich) und ihr Gatte, der Architekt Arnold (Samuel Finzi), steuern auf eine Krise zu. Foto: EpoFilm

Fans der gepflegt-garstigen Boulevardkomödie sei diese solide Theaterstückverfilmung ans Herz gelegt: Pilatestrainerin Kathrin (Inka Friedrich aus „Sommer vorm Balkon“) muss darin erfahren, dass sie an einer Niereninsuffizienz leidet, doch ihr als Spender infrage kommender Gatte Arnold (Samuel Finzi) ziert sich – der schwer von sich eingenommene Architekt beginnt gerade ein Großprojekt rund um ein penisförmiges Hochhaus, und überhaupt: Er könne doch während der Transplantation sterben! Kathrin ist entsetzt, und spätestens, als sich Arnolds bester Freund Götz (Thomas Mraz, „Vorstadtweiber“) als Spender anbietet, worüber wiederum dessen Partnerin Diana (Pia Hierzegger, „Der Boden unter den Füßen“) wenig erfreut ist, ist die vergnügliche Abwicklung zweier Beziehungen zu besichtigen, in denen auch vorher schon einiges im Argen lag. Die Spenderfrage ist da nur der Katalysator.

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