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„Sing – Die Show deines Lebens”: Turbulente Fortsetzung

Wieder schmettern die Schweine

Wer wieder Lust hat, putzig animierten Tieren bei einer großen Karaoke-Show zuzusehen, sollte sich dieses kaum originelle, aber launige Sequel anschauen: Wie Koala-Zampano Buster gegen diverse Intrigen eine große Las-Vegas-Show aufzieht, lebt vor allem von vielen gut getimten Gags und toll choreografierten Shownummern.

Von Gian-Philip Andreas

Saumäßig gut wird in diesem Film wieder gesungen, und die Tricks sind ebenfalls tierisch. Foto: Universal Studios/dpa

Nachdem es Koala Buster Moon im ersten „Sing“-Film (2016) geschafft hatte, sein Musicaltheater zu retten, will er es nun in Redshore City schaffen, einer Glitzermetropole, die in diesem ausschließlich von sangesfrohen Tieren bevölkerten Computertrick-Paralleluniversum die Stellung eines Las Vegas hat. Entertainment-Mogul Jimmy Crystal, ein verschlagener Polarwolf, gibt aber nur grünes Licht, wenn Buster den verrenteten Rockmusik-Löwen Clay Calloway zu einem Auftritt motivieren kann.

Der Plot dieser launigen Fortsetzung ist vergessenswert, da nie in Zweifel steht, dass Clay am Ende dabei sein wird in einer spektakulären Sci-Fi-Bühnenshow, in der animationsbedingt viel mehr möglich ist, als im wirklichen Leben selbst der Cirque du Soleil noch mit der tollsten Technik fertigbringen könnte. Bis dahin folgt Regisseur und Autor Garth Jennings den Standards des US-Musicalfilms, stattet die liebevoll animierten Schweine, Gorillas, Elefanten und Hunde aus Busters Truppe mit kleinen Seitenplots aus, die sich am Ende in Wohlgefallen auflösen.

Gesungen werden wieder nur bekannte Hits von Billie Eilish über Elton John bis U2: eine große Karaoke-Show. Der Clou in der Originalfassung ist sowieso die Besetzung: Neben Matthew McConaughey als Buster (deutsch: Bastian Pastewka) sind etwa Reese Witherspoon und Scarlett Johansson zu hören und diesmal, besonders lustig, Bono als Rock-Opa Clay.

In der deutsch synchronisierten Fassung spricht ihn, nun ja, Peter Maffay.

        

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