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„Dream Horse“: Pfundige Pferdekomödie mit Toni Collette

Wonniges aus Wales

Patente walisische Putzfrau bringt mit Tatkraft und Hilfe von 20 Dorfbewohnern einen Jung-Wallach ins Rennen um den Pokal. Pfundige Pferdekomödie in der Tradition britischer Wohlfühlkomodien.

Von Hans Gerhold

Toni Collette als Kassiererin Jan in „Dream Horse“ Foto: Warner

Die australische Schauspielerin Toni Collette („Muriels Hochzeit“) hat es international schon mit Bruce Willis, Simon Pegg, Daniel Craig, Cameron Diaz und Pierce Brosnan („A Long Way Down“) aufgenommen. In der Pferdekomödie „Dream Horse“ bewegt sie sich tapfer auf dem Turf der britischen Arbeiter- und Wohlfühl-Komödien wie „Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten“ und braucht dazu nicht mehr als einen Jung-Wallach.

Der stammt nicht aus dem Stall der nervigen und arroganten „Ostwind“-Zucht, sondern trägt den stolzen Namen „Dream Alliance“, weil es die walisische Putzfrau, Kellnerin und Barkeeperin Janet „Jan“ Vokes (Collette) geschafft hat, aus einem Wunsch Wahrheit werden zu lassen. Mit Elan und Spucke will die Nebenbei-Bäuerin ein Rassepferd an den Start bringen. Doch die Stute stirbt.

Der anfangs kränkelnde, dann aber im fliegenden Galopp Fahrtwind aufnehmende Jung-Wallach „Dream Alliance“ wird von 20 Dorfbewohnern (sozusagen die Mini-Konzern-Allianz) finanziert, die alle zehn Pfund pro Woche beiseite legen und es schaffen, ihre große Hoffnung ins Rennen um den Pokal zu bringen. Schön, dass hier nicht blasierte Reiterinnen im Zentrum stehen, sondern dem Tier die Szenen gehören. Und natürlich die patente und pfundige Toni Collette als Pferdemutter mit Tatkraft und Herz. Einfach wonnig.

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