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„Mord in St. Tropez“: Famose Krimi-Komödie

Ziemlich planlos am Pool

Flotte Krimi-Komödie als Parodie der Super-Reichen an der Cote d‘Azur im Jahr 1970. Famos Christian Clavier als Mischung aus Louis de Funès, Jean Gabin und Peter Sellers.

Von Hans Gerhold

Kommissar Jean Boulin (Christian Clavier, r.) kümmert sich um den gefährdeten Milliardär Tranchant (Benoit Poelvoorde). Foto: Leonine

Auf den Spuren des genialen Komikers Louis de Funès zu wandeln, der in sechs Filmen als „Gendarm von St. Tropez“ auftrat und den Ferienort chaotisch aufmischte, kann danebengehen. „Monsieur Claude“ Christian Clavier hat es gewagt und ermittelt in „Mord in Saint-Tropez“ (OT: Geheimnisse in Saint-Tropez) als Kommissar Jean Boulin so planlos wie pausbäckig am Pool der Reichen und Schönen und mischt mit Slapstick-Eskapaden die Hautevolee der Cote d‘Azur auf.

Der Fall spielt keine Rolle, ist auch kein Mord, sondern „nur“ ein Mordanschlag an Milliardär Tranchant (Benoit Poelvoorde). Dem wird vom Polizeichef (Gérard Depardieu als Gast) der so trottelige wie inkompetente Boulin zugeteilt, der in Claviers Darstellung eine famose Mischung aus de Funès, Jean Gabin (Kommissar Maigret) und Peter Sellers (Inspektor Clouseau) hinlegt, was den Film zur One-Man-Show macht.

Die Krimi-Komödie spielt 1970 (Zeit des vierten „Gendarm“-Films) und bietet mit Piratenparty, Motorbooten, Cabrios und bunten Kostümen humorvolle Unterhaltung als entspannte Retro-Show. Eine der parodierten Super-Reichen ist Rossy de Palma (auch in „Parallele Mütter“), die geradewegs einem frühen Almodóvar-Film entsprungen zu sein scheint. Flottes Schmunzel-Kino.

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