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„Das Honeymoon Experiment“: Schief

Zweifelhaft

Ein junges Ehepaar setzt sich einem Experiment in einem isolierten Smart Home aus, wobei die Frau paranoide Symptome entwickelt.

wn

Tom (Jim Schubin) und Eve (Chloe Carroll) lassen sich auf ein seltsames Experiment ein. Foto: Tiberius

Das frisch verheiratete Paar Tom (Jim Schubin) und Eve (Chloe Carroll) hofft auf 50 000 Dollar, die bei einem Experiment über die Zeit nach der Hochzeit winken. 30 Tage werden die Turteltauben in einem Smart Home isoliert und beobachtet. Elf Tage nach der Begrüßung durch ein Hologramm läuft die Sache aus dem Ruder. Eve, die Drogen eingeschmuggelt hat und aus deren Perspektive erzählt wird, entwickelt paranoide Symptome, hält Tom für einen Gewalttäter. Auch dem Supervisor (Francois Chau) und dem Team traut sie nicht mehr. „Das „Honeymoon Experiment“ von Philipp G. Carroll geht der Frage nach: Wie weit kenne ich meinen Partner? Wann beginnen Schieflagen des Paarverhaltens?

Das Ganze sieht aus wie eine Kombination aus Psychothriller und Science Fiction, als hätte Hitchcock eine Story von Philip K. Dick („Total Recall“) inszeniert. Solide spielende Darsteller sprechen merkwürdig abstrakte Dialoge, es mündet in einer Holzhammer-Auflösung. Ein zweifelhaftes Experiment.

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