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TV-Kritik zur "Wilsberg"-Folge

"Einer von uns": Geschlossene Gesellschaft

Münster

Ein kleiner elitärer Kreis trifft sich zum Seminar in einem Wasserschloss. Dann geschehen merkwürdige Dinge. Der neue "Wilsberg" präsentiert eine geschlossene Gesellschaft unter Corona-Drehbedingungen. Eine TV-Kritik.

Von Johannes Loy

Merkwürdige Dinge geschehen in dem einsamen Wasserschloss, in dem Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden, r.) eigentlich nur an einem Seminar teilnehmen wollte. Um den dunklen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, folgen Wilsberg (Leonard Lansink, M) und Ekki (Oliver Korittke, l.) Tessas Hilferuf Foto: dpa/ZDF Thomas Kost

Overbeck (Roland Jankowsky) war ganz stolz, als Referent beim exklusiven Minerva-Kreis geladen zu sein. Doch dann lief bei dem nur mit einer Handvoll Figuren besetzen Seminar in einem Wasserschloss (im Münsterland war es wohl nicht) so einiges aus dem Ruder.

Und aus der ersten Blutspur, die die Neue im Wilsberg-Team, Anwältin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden), entdeckte, wurden schließlich zwei Morde, die schließlich auf das Konto eines stets doppelt kassierenden Unternehmensberaters gingen. Das Kammerspiel aus der Feder von Stefan Rogall wusste nur im Ansatz zu gefallen, zumal die Scharade zwischen Vortragssaal, Schlafzimmern und Schlossturm immer rätselhafter und absurder wurde, und mit dem Humor war es diesmal auch nicht weit her.

Die Corona-Bedingungen sind spürbar

Irgendwie merkte man der Folge auch die harten Corona-Bedingungen an. Die Figuren blieben unter sich und auf Abstand, und von Münster oder dem Münsterland war nichts zu sehen. Sympathiepunkte erntete die neue Akteurin Patricia Meeden, die Ina Paule Klinke als Anwältin ersetzt.   

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