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Fotos im Umbau

Ausstellung «Dayanita Singh: Dancing with my Camera»

Berlin (dpa)

Alles in Bewegung - bei Dayanita Singhs Fotoinstallationen bleibt nichts wie es war. Der Tanz ihrer Schwarz-Weiß-Fotografien ist nun im Gropius Bau in Berlin zu sehen.

Von dpa

Die Künstlerin Dayanita Singh steht in ihrer Ausstellung "Dayanita Singh: Dancing with my Camera" im Gropius Bau. Foto: Joerg Carstensen/dpa

Fotoinstallationen der indischen Künstlerin Dayanita Singh sind in einem ständigen Wandlungsprozess. Die 60-Jährige (Geburtstag: 18. März) baut für ihre jeweils als Museum bezeichneten Serien Schränke, Tische, Türme, Regale aus Holz, in denen die Arbeiten laufend in neue Verhältnisse zueinander gesetzt werden können. Solche Veränderungen wünscht sich Singh täglich. Besucherinnen und Besucher ihrer ersten großen Ausstellung «Dayanita Singh: Dancing with my Camera» werden im Berliner Gropius Bau vom 18. März bis zum 7. August also eine ständig veränderte Präsentation vorfinden.

Die Ausstellung zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien, mit denen Singh seit den 1980er Jahren einen Kreis von Personen aus ihrem Umfeld begleitet oder sich mit thematischen Schwerpunkten befasst. Somit sind die wichtigsten Schaffensphasen der Künstlerin zu sehen. Singh war bereits bei der Biennale in Venedig präsent, in diesem Jahr wird sie bei der Documenta in Kassel dabei sein.

Sie verwies am Donnerstag in Berlin auf die «tiefen Verbindungen» zwischen ihren Fotos. Sie habe im Lauf ihrer Arbeit «gelernt zuzuhören, was Fotos sagen». Die wichtigste Aussage sei gewesen: «Nimm mich von der Wand!». Mit ihren Konstruktionen, Leporellos, Büchern können die Aufnahmen in stets wechselnde Beziehung zueinander gesetzt werden - und auch wieder an der Wand landen.

Das Wort Tanzen im Titel der Ausstellung möchte Singh wörtlich verstanden wissen. Ihre Bilder entstünden mit dem Fotoapparat vor ihrem Bauch. Dadurch müsse sie ständig in Bewegung bleiben, erläuterte sie.

«Die Arbeiten sprechen nicht nur über den Kopf an, sondern auch über den Bauch», sagte Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Baus, die als Kuratorin für die Ausstellung verantwortlich ist.

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