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Das Programm des Sinfonieorchesters 2018/19

Musik und Musiker aus Münster

Münster

Eine Sinfonie in h-Moll am Schluss des Sinfoniekonzerts – da denkt man an Schubert. Aber Golo Berg hat etwas anderes auf Lager: Im Jubiläumsjahr des Orchesters, das 1919 ebenso wie die Musikhochschule und die Musikschule gegründet wurde, dirigiert er eine Sinfonie von Fritz Volbach, dem als Komponist „komplett vergessenen“ Orchestergründer. So etwas sei natürlich ein zweischneidiges Schwert, sagt Berg, denn das Jubiläum könne in einem solchen Fall bedeutsamer sein als die Musik – aber: „Volbach war ein hochspannender, sehr guter Komponist.“

Harald Suerland

In seiner zweiten Saison als münsterischer Generalmusikdirektor setzt Berg auf Münster-Komponisten wie Julius Otto Grimm oder Franz Wüllner und andere Unbekannte, etwa den Chinesen Bun-Cin Lam. „Ich baue darauf, dass unser Konzertpublikum open-minded ist“, erklärt Berg, will aber auch mit einer besonderen Veranstaltung für die Überraschungen im Programm werben – nämlich mit einer „Director’s Preview“ am 21. September, wo er bei freiem Eintritt philharmonische Appetithäppchen kredenzt.

Golo Berg ist ein Freund thematisch gerundeter Konzertprogramme, das zeigt sich beispielhaft an dem schottischen Abend mit Werken von Peter Maxwell Davies, Max Bruch und Mendelssohn, der am 2. Oktober die Saison eröffnet. Und er ist – wie könnte es anders sein – ein Freund hochkarätiger Gast-Solisten. So kündigt er stolz den Cellisten Jan Vogler an, der das erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns mit dem Sinfonieorchester Münster spielen wird. Und hat für den Juni 2019 noch eine besondere Überraschung parat: Den Solohornisten der Berliner Philharmoniker, Stefan Dohr. Der ja, Philharmoniker-Fans wissen es, aus Münster stammt.

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