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«Heiterkeit»-Sängerin

Stella Sommer mit einem Album für dunkle Zeiten

Hamburg (dpa)

Eine klare und streichelnde Stimme und wildromantische wie ehrliche Texte - die Hamburgerin Stella Sommer bringt ihr drittes Solo-Album heraus. Eine Produktion wie für die dunkle Jahreszeit geschaffen.

Von dpa

Cover des Albums «Silence Wore a Silver Coat» von Stella Sommer. Foto: Gloria Endres de Oliveira/check your head/dpa

Die Hamburger «Heiterkeit»-Sängerin Stella Sommer ist erneut auf Solo-Pfaden unterwegs. Mit dem Doppelalbum «Silence Wore a Silver Coat» veröffentlicht die Musikerin nun ihre dritte Solo-Produktion. Darin bleibt sie gewohnt sphärisch, schemenhaft, erschafft mit den 24 Songs Fantasiewelten.

Malerische Klänge

Sie erzählt Geschichten von Winterköniginnen, die sich mit Kälte wärmen und erzeugt (Klang-)Bilder von wildromantischer Schönheit. Dennoch ist es keine Realitätsflucht wie sie beispielsweise mit dem Song «A Matter of Days» beweist. Dort singt Stella Sommer knapp und knallhart über das Leid der Menschheit: «There’s a hole in the world we’ve all climbed through, raw, naked, badadvised» (Es gibt ein Loch in der Welt, durch das wir alle gestiegen sind. Rau, nackt, schlecht beraten).

Aber - typisch für die kreative Songwriterin - finden sich auf dem Doppelalbum von locker-flockigen Sounds wie in «All Things Return» über gefällig-sanfte Klänge wie im Opener «A Single Thunder In November» bis hin zum fast hymnischen «Frozen Air» allerlei Spielarten des Indie-Pop. Ein Album, das perfekt in die dunkle Jahreszeit passt - melancholisch mit Lichtblicken, ruhig zum Träumen und Genießen.

Etwas über Sommer

Bekannt wurde Stella Sommer übrigens mit ihrem Bandprojekt «Die Heiterkeit». 2012 erschien das Debütalbum «Herz aus Gold». Das Projekt versteht sich als eine Art Kontrapunkt zur Hamburger Schule. Sie beschäftigen sich nicht mit äußerlicher Gesellschaftskritik, sondern gehen in die Introspektive, reflektieren die eigene Befindlichkeit.

2018 veröffentlichte die Sängerin ihr erstes Soloalbum «13 Kinds Of Happiness». Ihr zweites Soloalbum «Northern Dancer» aus dem Jahr 2020 wurde vom Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» zu einem der besten zehn Alben des Jahres gekürt.

Seitdem erfreut sich die Sängerin einer wachsenden Fangemeinde, die ihren besonderen Sound liebt. Die Musikerin selbst beschreibt diesen als «zeitlos, elegant und in sich ruhend».

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