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Thomas Anders über Bilder aus Ukraine verstört

Berlin (dpa)

Der Sänger hat seine geplante Konzertreise aufgrund der aktuellen Lage durch Russland und die Ukraine verschoben. Er warnt aber davor, Menschen mit russischen Wurzeln zu stigmatisieren.

Von dpa

Thomas Anders warnt vor einer Stigmatisierung der russischen Bevölkerung. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Sänger Thomas Anders, der seit seiner Zeit mit Modern Talking eine große Anhängerschaft in Russland hat, verstören die Bilder aus dem ukrainischen Kriegsgebiet. «Es ist für mich unvorstellbar, und ich bin fassungslos», sagte Anders der Deutschen Presse-Agentur.

Eine für die kommenden Wochen geplante Konzertreise durch Russland und die Ukraine habe er verschoben.

Der 59-Jährige warnt gleichzeitig davor, Menschen mit russischen Wurzeln in Deutschland zu stigmatisieren. «Wir müssen in uns gehen. Es ist doch nicht die russische Bevölkerung, die den Krieg möchte. Die Ukraine ist ein Brudervolk. Fast alle Russen, die ich kenne, haben Verwandte oder Freunde in der Ukraine und umgekehrt.»

Es sei für ihn ebenfalls falsch, russische Künstlerinnen und Künstler unter Generalverdacht zu stellen und ihre Auftritte abzusagen. Er wolle in Zukunft auch wieder in Russland auftreten.

«Ich singe für die Bevölkerung, die es verdient hat, unterhalten zu werden, und nicht für die Politik. Ich finde sogar, man muss es machen. Das ist ein Austausch der Kulturen.» Die Feindseligkeit, die sich momentan aufbaue, könne dadurch entspannt werden, erklärte Anders weiter.

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