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Alltägliches beleuchtet

Otto Pötters plattdeutsche Kurzgeschichten

Eigentlich ist das Niederdeutsche ja eine gesprochene und nicht geschriebene Sprache. Umso verdienstvoller ist es, dass zahlreiche Autoren auch im Münsterland seit vielen Jahren bemüht sind, die frühere Alltags- und Landsprache literarisch zu veredeln, sei es in Bühnenstücken, Versen oder Kurzgeschichten. Otto Pötter aus Rheine zählt zu ihnen. In seinem neuen Buch „Bömmskes und Bömmelkes“ erweist er sich einmal mehr als Könner plattdeutscher Kurzgeschichten. Unterhaltsam, hintersinnig und gemütvoll zeichnet er Leben, Alltag, Jahreslauf und Gemüt der Menschen des Münsterlandes nach – zwischen Frühjahr und Herbst, zwischen Schule und Bauernhof, Medizin und Herdfeuer. Die kleinen feinen Weisheiten einfacher Menschen sind dabei häufig einleuchtender und treffender als die großen Sinngebilde der Dichter und Denker. Illustrationen des Berliner Künstlers Markus Pötter ziehen den Leser in die Geschichten und Gedichte hinein. Ein Buch, gemacht für meditative Augenblicke oder längere Leseabende, gerade in der stillsten Zeit im Jahr.

wn

Foto: Aschendorff Verlag

Otto Pötter: Bömmskes un Bömmelkes un süss wat up Platt. Aschendorff-Verlag, Münster, 160 Seiten, 14.80 Euro. Johannes Loy

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