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Festival Musica Sacra

Sakrale Klänge für den Frieden

Münster

Vom Gesang sardischer Bauern bis zu Bruckners Siebter: Das Festival-Programm von „Musica Sacra“ hat es 2018 in sich. Die künstlerische Leitung übernimmt Münsters ehemaliger Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura.

Harald Suerland

Münster: Stadt der Kirchen und der sakralen Musik. Fabrizio Ventura (l.) hat noch einmal die künstlerische Leitung des von ihm gegründeten Festivals, sein Nachfolger als Chefdirigent, Golo Berg, gestaltet Eröffnungs- und Schlusskonzert. Foto: dpa

„Wir sind einmal gemeinsam um den Aasee gelaufen und haben bei Kaffe und Kuchen über das Festival gesprochen“, erzählt Golo Berg über die Planungen von „Musica Sacra“. Denn als neuer Generalmusikdirektor verantwortet er die vierte Auflage der vor­österlichen Konzertreihe, dirigiert auch Eröffnungs- und Schlusskonzert – hat aber seinem Amtsvorgänger Fabrizio Ventura die künstlerische Leitung angetragen, was der als „große Geste“ bezeichnet.

Ventura hat sich gerade in Bologna eine Grippe eingefangen, in seiner italienischen Heimat aber auch spannende Musik und Musiker aufgespürt, die das Festival prägen. So wird in der Aegidiikirche ein traditionelles Ensemble aus Sardinien („Das sind echte Bauern!“) sakrale Musik singen – mit „reinen Intervallen“ und in einer Sprache, die „wir Italiener auch nicht verstehen“. Und der Organist Maurizio Salerno, der in der Clemenskirche musizieren wird, ist ein gefragter Spezialist für alte Musik.

Die Termine

Eröffnungskonzert „In Terra Pax“ von Frank Martin am 24. März, 19.30 Uhr, St.-Paulus-Dom

► Traditionelles Vokalensemble aus Sardinien am 25. März um 19,30 Uhr, Aegidiikirche

► Barocke Orgelmusik mit Maurizio Salerno, Montag, 26. März, Clemenskirche

► Geistliche Musik auf Hebräisch, 27. März, 19.30 Uhr, Synagoge

► Böhmische geistliche Musik aus dem Mittelalter, 28. März, 19.30 Uhr, Servatiikirche

► „Wir glauben all an einen Gott“, Geistliche Musik von Schütz und Buxtehude, 29. März, 19.30 Uhr, Observantenkirche

► Dona nobis Pacem. Werke von Arvo Pärt und Giacinto Scelsi, 30. März, 19.30 Uhr, Überwasserkirche

► Quartett auf das Ende der Zeit von Olivier Messiaen, 31. März, 19.30 Uhr, Erlöserkirche

► h-Moll-Messe mit der Gaechinger Cantorey, 1. April, 18 Uhr, Theater

► Klaviermusik von Liszt und Albéniz mit Roger Muraro, , 2. April, 19.30 Uhr, Ludgerikirche

► 7. Sinfoniekonzert mit Werken von Pärt, Mozart und Bruckner, 3. und 4. April, Theater Münster

Fabrizio Ventura hat sich wieder erfolgreich bemüht, der Vielzahl schöner Kirchen in Münster Rechnung zu tragen. Dabei setzt der Dom traditionsgemäß das erste Ausrufezeichen: Dort dirigiert Golo Berg im Eröffnungskonzert Frank Martins faszinierendes „kleines“ Oratorium „In Terra Pax“, das einst zum Ende des Zweiten Weltkrieges uraufgeführt wurde – und das zugleich die inhaltliche Verbindung zum Leitwort des Katholikentages „Suche Frieden“ schafft. Ergänzend erklingt die sinfonische Dichtung „Ostern“ des münsterischen Orchestergründers Fritz Volbach, dem Berg ja auch in der kommenden Konzertsaison huldigt. Das abschließende Sinfoniekonzert gipfelt in Bruckners Siebter, bei der Berg „den Gedanken an die Trinität in jeder Struktur“ findet: „Der liebt seinen lieben Gott!“

Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals gehören die Auftritte kleinerer Ensembles des Sinfonieorchesters und, im Großen Haus des Theaters, Bachs h-Moll-Messe mit der legendären „Gaechinger Cantorey“ aus Stuttgart. Orgelkonzerte und Kantatengottesdienste ergänzen das Programm.

Zum Thema

Karten und Infos im Theater unter ' 02 51/59 09 100

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