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„heute show“-Moderator

Oliver Welke hat keine Zeit fürs „Twittern“

Münster

Der Journalist, Moderator und Satiriker Oliver Welke besucht am kommenden Montag die Universität Münster. Dort studierte der gebürtige Ostwestfale von 1987 bis 1993 Publizistik, Politik und Germanistik. Was Welke von Satire-Tabus oder sozialen Netzwerken hält, äußerte er in einem Interview gegenüber der Uni-Pressestelle.

Von Johannes Loy

Oliver Welke Foto: Guido Engels/ZDF

Der Journalist, Fernsehmoderator und Satiriker Oliver Welke („heute show“) steht den sozialen Netzwerken privat eher distanziert gegenüber. In einem Interview mit der Pressestelle der Uni Münster sprach er zwar von einer „sehr demokratischen“ Entwicklung, in der jeder „senden“ dürfe. „Trotzdem bin ich als Privatperson bei keinem sozialen Medium aktiv, und zwar aus reinem Selbstschutz.“

Welke wörtlich: „Wäre ich zum Beispiel bei Twitter, müsste ich mich garantiert regelmäßig für spontane und zu wenig durchdachte Tweets entschuldigen. Dafür fehlt mir schlicht die Zeit. Also lieber eine Woche darüber nachdenken und dann aus dem guten alten Fernseher senden. Mit dem Blick auf falsche Nachrichten oder Hassbotschaften im Netz betonte Welke: „Die Grenzen setzt wie im wirklichen Leben das Strafrecht.“ Für Satiriker gebe es zudem kein „goldenes Buch der Tabus“, so dass Grenzen in der Redaktion stets neu ausgehandelt werden müssten.

Am 16. Mai ist der in Harsewinkel aufgewachsene Oliver Welke Gast der Universität Münster, wo er von 1987 bis 1993 Publizistik, Politik und Germanistik studierte. Er nimmt an einer Diskussion zum Thema „Hate­ speech, fake news – zählt heute jede Meinung im Netz?“ teil.

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