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«Germany for Ukraine»

App soll Ukraine-Flüchtlingen bei Orientierung helfen

Berlin (dpa)

Bislang sind offiziell mehr als 135.500 Menschen aus dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Eine App soll ihnen nun bald einen Überblick über Hilfsangebote ermöglichen.

Von dpa

In Deutschland kommen ein Gros der Flüchtlinge aus der Ukraine in Berlin an. Foto: Hannibal Hanschke/dpa

Ein neues Internet-Portal für Ukraine-Flüchtlinge soll noch in dieser Woche an den Start gehen.

Auf der Plattform mit dem Namen «Germany4Ukraine» sollen sich Geflüchtete auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch über Hilfsangebote informieren können, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur sagte. Betroffene sollen dort Angaben zu Unterkunft oder medizinischer Versorgung finden.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte das Projekt zuvor in der ZDF-Sendung «Berlin direkt» angekündigt. Es soll nach ihren Worten «eine Plattform, eine App vielleicht» sein. In Polen gebe es bereits eine ähnliche App.

Hinter dem Vorhaben stehen dem Sprecher zufolge neben dem Bundesinnenministerium unter anderem das Gesundheitsministerium, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die Bundesagentur für Arbeit (BA), das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Bahn und die Website unterkunft-ukraine.de.

Im ZDF sagte Faeser auf die Frage, ob der Bund die Kommunen finanziell entlasten und die Kosten für Unterbringung und medizinische Versorgung übernehmen werde: «Natürlich wird es eine Form von Ausgleich dafür geben. Das muss es ja auch. Die Kosten können nicht bei den Kommunen hängen bleiben.» Wenn das Zusammenspiel gut sei, würden kommunale, Landes- und Bundesebene gleichermaßen für die Geflüchteten sorgen.

Es gebe aktuell eine «starke Belastung von Berlin, Hamburg, München, Bremen», sagte Faeser. Viele Ukrainer wollten weiterreisen, sowohl innerhalb Deutschlands als auch Europas. Dafür müsse man Möglichkeiten schaffen.

Die Bundespolizei hat bislang mehr als 135.500 ukrainische Kriegsflüchtlinge registriert. Da es keine festen Grenzkontrollen gibt, dürfte die tatsächliche Zahl der Ankömmlinge weit höher liegen.

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