Herausforderung für Verfassungsschutz

Der neue Antisemitismus: Judenhass bei Zuwanderern

Münster

Die Debatte um Antisemitismus unter Zu­gewanderten aus dem Nahen Osten ist nicht neu. Judenfeindlichkeit ist in vielen nahöstlich geprägten Mi­grantenmilieus seit Jahren präsent und stellt eine Herausforderung für Betroffene, Schulen und Behörden dar.

Claudia Kramer-Santel

Nach einer Pro-Palästina-Demonstration sichert die Polizei die Westend-Synagoge in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler

„Der sichtbare Antisemitismus unter Zugewanderten ist geradezu prototypisch für das, was in der öffentlichen und wissenschaftlichen Debatte mittlerweile als neuer Antisemitismus gilt“, erläutert Professor Dr. Oliver Hidalgo (Universität Münster). In dieser Hinsicht würden traditionelle antisemitische Ressentiments und Verschwörungsmythen verstärkt auf den Staat Israel projiziert, so der Politikwissenschaftler. Wo endet Israelkritik, wo beginnt Antisemitismus? Laut des „3D-Tests“ gibt es für letzteres drei Merkmale: die Delegitimierung, Dämonisierung sowie das Anlegen von doppelten Standards an Israel.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!