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Gasförderung

Fracking in NRW vom Tisch

Berlin/Düsseldorf

Jahrelang wurde darüber gestritten - jetzt scheint es entschieden zu sein. Nach der Einigung in Berlin wird es im Münsterland kein Fracking geben.

Hilmar Riemenschneider

In einigen Regionen gibt es derzeit Probebohrungen – aber nur unter strengen Auflagen. Foto: dpa

In einem neuen Anlauf wollen Union und SPD Fracking bundesweit gesetzlich verbieten. Die Spitzen der Regierungsfraktionen überraschten am Dienstag in Berlin mit der Einigung auf einen veränderten Gesetzentwurf, den der Bundestag am Freitag beschließen soll. Das umstrittene unkonventionelle Fracking, bei dem Gas mit einem Gemisch aus Sand, Wasser und giftigen Chemikalien aus tiefen Gesteinsschichten gepresst wird, soll unbefristet verboten werden. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach vorsichtig von einem „Fracking-Begrenzungsrecht“.

Der nun gefundene Kompromiss lässt zugleich insgesamt vier Probebohrungen zu. Zwingende Voraussetzung ist aber, dass die betroffenen Bundesländer zustimmen, wie Armin Laschet, Chef der NRW-CDU, nach einer Sondersitzung mit der Landesgruppe in der Unionsfraktion erklärte. „Dieses Gesetz schließt Fracking in Deutschland quasi aus.“ Damit könne NRW bei seiner ablehnenden Haltung bleiben, die die rot-grüne Landesregierung und die CDU gemeinsam tragen.

Besonders im Münsterland vermuten die Energiekonzerne große unkonventionelle Gasvorkommen. Der Sprecher der münsterländischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Karl Schiewerling, jubelte: „Damit ist das Thema vom Tisch.“

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