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Krieg gegen die Ukraine

IOM: Mehr als drei Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine

Genf (dpa)

Die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die im Ausland Schutz suchen, steigt weiter. Vor allem Polen nimmt einen großen Teil der Geflüchteten auf.

Von dpa

Menschen, die vor der russischen Invasion fliehen, besteigen am Hauptbahnhof in Lwiw (Ukraine) einen Zug nach Polen. Foto: Carol Guzy/ZUMA Press Wire/dpa

Knapp drei Wochen nach Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine sind aus dem angegriffenen Land mehr als drei Millionen Menschen geflohen. Die Zahl sei gerade überschritten worden, sagte ein Sprecher der Organisation für Migration (IOM), am Dienstag in Genf.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) nannte auf seiner Webseite 2,95 Millionen Geflüchtete. Unter den Menschen, die die Ukraine verlassen haben, waren nach Angaben von IOM 157.000 Menschen aus anderen Ländern.

Polen zählt mehr als 1,8 Millionen Flüchtlinge

In Polen sind seit Beginn des Kriegs in der Ukraine 1,83 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland eingetroffen. Am Montag hätten 71.600 Menschen die Grenze passiert, teilte der nationale Grenzschutz am Dienstag auf Twitter mit. Dies sei im Vergleich zum Vortag ein Rückgang um 13 Prozent.

Seit Kriegsbeginn sind nach Angaben der Behörde 194.500 Menschen von Polen aus in die Ukraine eingereist. Von diesen Reisenden sind demnach 162.000 ukrainische Staatsbürger. Bei den Staatsangehörigen anderer Länder handele es sich oft um Menschen, die humanitäre Hilfsgüter in die Ukraine bringen.

Die Ukraine - flächenmäßig das größte Land in Europa - hatte vor Beginn des russischen Angriffs mehr als 44 Millionen Einwohner. Es gibt derzeit keine offiziellen Angaben dazu, wie viele der Kriegsflüchtlinge in Polen geblieben und wie viele bereits in andere EU-Staaten weitergereist sind. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Staatsgrenze.

Bulgarien registriert Flüchtlinge an der Grenze

Bulgarien hat ein System zur Registrierung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine schon an der Grenze in Betrieb genommen. Regierungschef Kiril Petkow inspizierte die Einrichtung am Grenzübergang an der Donaubrücke nach Rumänien bei der bulgarischen Stadt Russe. «Das Problem war, dass sie (die Flüchtlinge) einreisten und wir nicht wussten, wohin sie gingen. Jetzt ist alles nachvollziehbar», sagte Petkow einem Bericht der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA zufolge. Das südöstliche EU-Land Bulgarien ist für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bisher eher ein Transitland.

Von den seit Russlands Invasion in die Ukraine über Rumänien eingetroffenen gut 81.000 Menschen sind aktuell knapp 38.000 in dem ärmsten EU-Land geblieben. Unter ihnen sind auch Angehörige der bulgarischen Minderheit in der Ukraine. Lediglich 267 Menschen beantragten einen Flüchtlingsstatus, wie die bulgarische Grenzpolizei mitteilte.

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