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Ex-US-Präsident

Trump deutet erneut Kandidatur an

Washington (dpa)

Er habe auch die Wahl 2020 gewonnen, behauptet der Ex-US-Präsident in Iowa. Und Trump sagt: Um die USA «ruhmreich zu machen», werde er «sehr, sehr, sehr wahrscheinlich» ein weiteres Mal kandidieren.

Von dpa

Die Chancen für die Republikaner bei den anstehenden Zwischenwahlen gelten als gut - profitieren sie einmal mehr auch vom Trump-Effekt? Foto: Charlie Neibergall/AP/dpa

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat erneut angedeutet, dass er bei den Wahlen 2024 nochmal für das Weiße Haus kandidieren könnte. «Um unser Land erfolgreich, sicher und ruhmreich zu machen, werde ich es sehr, sehr, sehr wahrscheinlich wieder tun», sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner in Sioux City im Bundesstaat Iowa.

«Macht euch bereit, das ist alles, was ich euch sage», ergänzte der 76-Jährige. Trump trat als Redner bei der Kundgebung auf, um die republikanischen Kandidaten für die Kongresswahlen am 8. November zu unterstützen.

Bei seinem Auftritt wiederholte der Ex-Präsident die längst widerlegte Behauptung, er habe auch die Wahl 2020 gewonnen. Der Republikaner weigert sich bis heute, seine Niederlage gegen US-Präsident Joe Biden einzugestehen. Trump kokettiert seit seiner Abwahl immer wieder mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur.

Republikaner könnten Repräsentantenhaus erobern

Trumps enge Vertraute erwägten als Termin für eine Ankündigung der erneuten Kandidatur den 14. November, schrieb am Freitag die Website «Axios». Danach könne eine Serie politischer Veranstaltungen folgen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Pläne könnten sich allerdings noch abhängig vom Ergebnis des großen Wahltags ändern, hieß es einschränkend.

Bei den «Midterm»-Wahlen in den USA - zur Mitte von Bidens Amtszeit - werden am kommenden Dienstag alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben. Zudem stehen in diversen Bundesstaaten Gouverneurswahlen an. Umfragen zufolge haben die Republikaner gute Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Für den Senat wird ein enges Rennen um die Mehrheit vorhergesagt.

Für den 14. November hat bereits der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zum Angriff von Trumps Anhängern auf das Kapitol in Washington eine Befragung des Ex-Präsidenten angepeilt. Nach wie vor ist unklar, ob Trump der Vorladung der Abgeordneten folgen wird.

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