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Homosexualität

DJ Felix Jaehn über seinen Weg zum «befreienden» Coming-out

Berlin (dpa)

Der Musikproduzent hat sich als Jugendlicher nicht getraut, sich zu outen. Das hat er etwas später nachgeholt - und gute Erfahrung mit dem Schritt gemacht.

Von dpa

Felix Jaehn, Musiker, Produzent und DJ. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Der Musikproduzent Felix Jaehn (27) bezeichnet sein Coming-out vor dreieinhalb Jahren als unheimlich befreiend.

«Weil ich das Geheimnis, das ich so lange gehütet habe, endlich mit der Welt geteilt habe und auch so angenommen wurde, wie ich bin. Ich bin glücklich, dass ich einen Freund habe und einfach frei leben und lieben kann», sagte Jaehn der Deutschen Presse-Agentur.

Der DJ («Ain't Nobody», «Cheerleader»), der in seinem neuen Podcast «Breathe» mit Prominenten über ihr Leben diskutiert, hatte 2018 erstmals öffentlich über seine Bisexualität gesprochen. Er habe lange Zeit Angst gehabt, abgelehnt zu werden. «Ich bin auf dem Land groß geworden. In der Schule, Familie oder dem Umfeld gab es niemanden, der offen schwul, lesbisch oder ähnliches war. Es gab also keine Vorbilder», erklärte der Musiker aus Mecklenburg-Vorpommern.

«Dazu kommen noch Witze oder Ausdrücke wie "Schwuchtel" auf dem Schulhof oder in der Fußballmannschaft. Wenn du 14 oder 15 bist, selbst noch unsicher bist und mitbekommst, dass dein Umfeld das negativ bewertet, ist es sehr schwer, sich hinzustellen und zu sagen: "Ich bin auch einer".»

An diesem Montag feiert die queere Gemeinschaft weltweit den Coming- out-Tag. Dabei soll die Gesellschaft auch darüber aufgeklärt werden, warum es auch heutzutage noch schwierig sein kann, offen zu seiner Sexualität und Identität zu stehen.

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