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Merkwürdige Sprachkonstrukte und leckere Getränke

Das ist geblieben von der DDR

30 Jahre Deutsche Einheit: Trotz aller politischer Diskussionen ist längst wieder zusammengewachsen, was zusammengehört. Rede mal einer mit Menschen aus der Nach-Wende-Generation... Was ist geblieben von der DDR in unserem Alltag – und was vielleicht zu Unrecht verschwunden? Und was davon erkennen wir eigentlich als DDR-Hinterlassenschaft? Ein paar Beispiele aus ganz unterschiedlichen Bereichen des einigen Deutschlands.

Uwe Gebauer, Frank Polke und Wilfried Sprenger

Die Jugendweihe – ein ostdeutsches Phänomen. Foto: dpa

Es war und ist auch ein gesellschaftspolitischer Ansatz: In der ehemaligen DDR war die Betreuung von Kindern, die kaum älter waren als ein Jahr, Alltag. Staatliche Krippen, Horteinrichtungen, die Vorschule – alles war geregelt. Mütter sollten (und mussten angesichts des Arbeitskräftemangels) schnell wieder in die Volkseigenen Betriebe zurückkehren. Wer das nicht wollte, galt als Drückeberger. Und – fast noch wichtiger – den SED-Herrschern war es im Sinne des Sozialismus wichtig, schon die Kleinsten in staatliche Obhut zu bekommen. Die Indoktrination ging halt einfacher ohne Eltern, Großeltern, Freunde und wurde fortgeführt in der Schule, bei den Jungen Pionieren und in der FDJ. Dahinter stand ein Plan, ohne jeden Zweifel.

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