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Ein fast vergessenes Schicksal

Familie van Pels floh mit Anne Frank

Osnabrück

Millionen von Menschen haben erst durch Anne Franks Tagebuch das wahre Ausmaß der Nazi-Diktatur begriffen. Dabei ist das Schicksal der Familie, die mit den Franks in das Amsterdamer Hinterhaus floh, in den Hintergrund gerückt. Eine Spurensuche.

Peter van Pels (3. von links) galt als schüchterner und hilfsbereiter Junge. Die weiteren Fotos zeigen die jüdische Schule in Osnabrück und das Mahnmal der Synagoge.lebte die Familie van Pels, ehe sie in die Niederlande floh. Foto: Archiv Martina Sellmeyer/ Annegret Schwegmann

Martina Sellmeyer weiß nicht, wie oft sie diesen Weg schon ge­gangen ist. Diesen Weg, der an der Martinistraße 67a beginnt und von dort etwa zehn Minuten lang durch das Katharinenviertel zur jüdischen Schule führt. An die Schule erinnert nichts mehr. Gleich daneben befand sich die Synagoge, heute eine Mahnstätte. Im Gedenken an die Pogromnacht haben Osnabrücker Bürger an der Mauer, die sich dort befindet, Kränze angebracht. Eine stumme Verneigung vor dem Schicksal der jüdischen Bürger, zu denen auch Hermann und ­Auguste van Pels und ihr Sohn Peter gehörten. Peter, der Jugendliche, in den sich Anne Frank im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in Amsterdam verliebte und von dem sie ihren ersten scheuen Kuss erhielt.

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