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„Last One Laughing“ bei Amazon Prime

LOL – von der Kunst, nicht zu lachen

LOL – eine Serie, in der zehn Comedians für sechs Stunden in einen Raum gesperrt werden und nicht gegenseitig über sich lachen dürfen – ist einer der Erfolgshits des Jahres. Kürzlich startete die zweite Staffel. Die dritte wird bereits gedreht. Doch es gibt einige Schwierigkeiten.

Von Joel Hunold

Diese zehn hochkarätigen Comedians werden bei Staffel zwei von „LOL“ für sechs Stunden in einen Raum gesperrt. Ihre Aufgabe ist es, ernst zu bleiben – und nicht zu lachen über ihre Komikerkolleginnen und -Kollegen. Foto: Amazon

Komiker haben eine simpel klingende Aufgabe: Sie sollen andere Menschen zum Lachen bringen. Das ist auch in der von der Kritik gefeierten Amazon-Prime-Serie „LOL: Last One Laughing“ der Fall, in welcher zehn Comedians für sechs Stunden in einen Raum gesperrt werden. Mit der einen großen Zusatzregel: Sie dürfen über ihre Komiker-Kolleginnen und Kollegen nicht lachen. Wer lacht, grinst, schmunzelt oder nur die Mundwinkel ein klein wenig nach oben verzieht, verliert ein Leben. Wer sich das zwei Mal erlaubt, fliegt raus. Wer am längsten durchhält, gewinnt.

Was sich vor der Veröffentlichung der ersten Staffel von „LOL“ im Frühjahr nach einem albernen und halbgaren Konzept anhörte, hat sich zu einem der größten Serienhits des Jahres entwickelt. Und: Zu einem der lustigsten. Das hat die zweite Staffel, von der Anfang Oktober die ersten Folgen erschienen sind und die mittlerweile komplett bei Amazon Prime abgerufen werden kann, erneut bewiesen.

Verschiedenheit der Komiker bei LOL entscheidend

Die Serie lebt, wenig überraschend, von der Bandbreite der teilnehmenden Comedians, die gemeinsam ein generationsübergreifendes Publikum ansprechen. Seit Jahren etablierte und auch in fortgeschrittenen Alterssegmenten bekannte TV-Größen wie Bastian Pastewka, Anke Engelke, Barbara Schöneberger oder Anette Frier treffen auf unter Jüngeren beliebte Comedians wie Tommi Schmitt, Tahnee oder Larissa Rieß.

Gleiches gilt für das Spek­trum der Komik, welches in den jeweils sechs Folgen einer Staffel aufeinanderprallt. Ein Thorsten Sträter trifft durch das trockene Vorlesen seiner humoristischen Texte das Lachzentrum der einen, ein Teddy Teclebrhan überzeugt andere durch den albernen Auftritt eines ihm nachplappernden Aufziehhamsters. Multi-Talente wie Max Giermann oder Bastian Pastewka brennen zwischenzeitlich wahre Feuerwerke aufeinanderfolgender kleiner Comedynummern ab. Dabei merkt man den anderen Komikerinnen und Komikern an, dass es ihnen im Laufe der Sendung zunehmend schwerer fällt, keinen Mundwinkel zu verziehen. Moderiert wird „LOL“ von Michael „Bully“ Herbig, seit Jahren für seine aufgedreht alberne, auch auf tiefe Form der Comedy bekannt, der mit wachem Auge darauf achtet, dass niemand über die Witze und Gags der anderen lacht.

Dritte Staffel wird bereits gedreht

Amazon Prime glaubt an den Erfolg des Formats: Schon bevor die zweite Staffel im Oktober veröffentlicht wurde, gab der Streaminganbieter bekannt, dass eine dritte bereits in Planung ist. Sie soll im Frühjahr 2022 erscheinen. In diesen Tagen finden die Dreharbeiten statt – die allerdings mit Herausforderungen zu kämpfen haben. So soll laut Medienberichten der fest eingeplante Joko Winterscheidt jüngst positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Er wird angeblich kurzfristig durch Pullunder-König Olaf Schubert ersetzt. Außerdem sollen Christoph Maria Herbst und Michelle Hunziker in Staffel drei dabei sein. Bestätigt sind die drei Personalien noch nicht.

Wer Lust auf lockere und lustige Abendunterhaltung mit einem Hauch von Spannung hat, sollte sich „LOL“ unbedingt anschauen. Extratipp: Serie mit Freunden schauen und selbst ausprobieren, wer es am längsten durchhält, nicht zu lachen.

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