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Verkehr

Tuner-Szene trifft sich am «Car-Freitag»

Düsseldorf (dpa) - 

Allein rund um den Nürburgring in der Eifel waren am «Car-Freitag» Zehntausende Autofans unterwegs. Die Polizei hatte einiges zu tun, größere Zwsichenfälle gab es aber nicht.

Von dpa

Polizeibeamte kontrollieren einen Porsche am «Car-Freitag» in Düsseldorf. Foto: David Young/dpa

Die Polizeiaktionen zum sogenannten Car-Freitag ziehen zahlreiche Anzeigen und Bußgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit sowie sichergestellte Fahrzeuge nach sich.

Allein in Hessen wurden landesweit 1439 Fahrzeuge kontrolliert, 46 Straftaten registriert und 441 Ordnungswidrigkeiten angezeigt, wie das Landeskriminalamt in Wiesbaden am Samstag bilanzierte. Elf Fahrzeuge seien vorläufig aus dem Verkehr gezogen worden. Alles in allem hätten sich die Verkehrsteilnehmer aber überwiegend vernünftig und regelkonform verhalten, hieß es.

Der Karfreitag gilt als Auftaktdatum für Treffen der Autoposer- und Tuner-Szene, rund um den Nürburgring in der Eifel waren etwa Zehntausende Autobegeisterte unterwegs. In vielen Regionen geht die Polizei an diesem Tag mit großem Aufwand gegen verbotene Rennen, Manipulationen an Fahrzeugen und Geschwindigkeitsübertretungen vor.

Bei Geschwindigkeitsmessungen auf den Zufahrtsstraßen zum Nürburgring erwischten die Beamten einen Autofahrer mit 140 Stundenkilometern in der 70er-Zone und zogen ihn aus dem Verkehr. In einem anderen Fall war ein Wagen in der 50er-Zone mit 119 Stundenkilometern unterwegs. In beiden Fällen wurden Fahrverbote erteilt.

Im Harz trafen sich etwa 1000 Mitglieder der Tuning-Szene am Karfreitag mit ungefähr 600 Autos bei der Rappbodetalsperre. Weil der Parkplatz der Talsperre völlig überlastet war, wurde teils am Straßenrand geparkt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Weil sich auch 70 Fahrzeuge und etwa 400 Menschen direkt im Tunnel der Rappbodetalsperre befanden, musste dieser zeitweise gesperrt werden. Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt bei den Kontrollen 81 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und zwei Strafverfahren eingeleitet. So hatten zum Beispiel 17 Fahrer und Fahrerinnen unerlaubte Umbauten an ihren Autos vorgenommen, wodurch die Betriebserlaubnis erloschen war.

In Dortmund, lange Zeit einer der Hotspots der Raser-Szene, blieb es nach Angaben der Polizei am «Car-Freitag» diesmal ungewöhnlich ruhig. Dennoch gab es 34 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 44 Verwarngelder. Fünf Fahrzeuge wurden sichergestellt. In Düsseldorf hatten drei der überprüften Luxuskarossen keinen gültigen Versicherungsschutz und wurden stillgelegt.

Bei Kontrollen im Südwesten Deutschlands - im Landkreis Göppingen und der Region Ulm - stellten Beamte an insgesamt 30 Autos und Motorrädern Mängel fest, 15 Fahrer durften deshalb nicht mehr weiterfahren. 5 Fahrer erhalten eine Anzeige wegen Posings, unnötigen Gasgebens und weitere 13, weil sie zu schnell unterwegs waren. Auch zwei laut Polizei an einem illegalen Straßenrennen beteiligte Fahrer müssen mit einer Anzeige rechnen.

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