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Rossmann, Edeka und Aldi Nord sind betroffen

Bezahlen an der Kasse auch nach Tagen noch gestört

Münster/Frankfurt

Im deutschen Einzelhandel müssen Kunden beim bargeldlosen Bezahlen weiter mit Einschränkungen rechnen. Die Störung behindert die Verbraucher seit Dienstag. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Von Jürgen Stilling

An einem bestimmten Terminal-Typus kann nach wie vor nicht per Kredit- oder Giro-Karte gezahlt werden. Foto: dpa

Münster/FrankfurtDas Zahlen mit Giro- oder Kreditkarte war auch am Freitag bei manchen Einzelhandelsketten unmöglich. Eine endgültige Lösung ist nach Angaben des Bezahldienstleister Payone noch nicht in Sicht. Wie berichtet, gibt es bereits seit Dienstag an den Bezahl-Terminals der Baureihe H5000 des US-Herstellers Verifone Funktionsausfälle.

Betroffen sind unter den großen Handelsketten vor allem die Drogeriekette Rossmann und Edeka, aber auch zahlreiche Filialen des Discounters Aldi Nord – auch im Münsterland. Laut eigener Aussagen sind Aldi Süd, Lidl und die Rewe-Gruppe (Rewe, Penny, Toom Baumarkt) von der Störung der Terminals verschont geblieben.

Weder der Bundesverband deutscher Banken in Berlin noch der Bundesverband der Electronic-Cash-Netzbetreiber in Frankfurt sahen sich auf Anfrage in der Lage zu beurteilen, wie viele der bundesweit betriebenen rund 970.000 Bezahl-Terminals von dem Ausfall betroffen sind. Jörg Stahl, Pressesprecher der Netzbetreiber, betonte lediglich, dass der Anteil gering sei, weil es „sehr sehr viele Anbieter solcher Terminals gibt“. Payone betreibt bundesweit 60.000 der Geräte, von denen jedoch bei weitem nicht alle von dem Problem betroffen sind.

Nach bisherigen Informationen des Herstellers lässt sich das Problem, das durch einen Zertifikatsfehler verursacht wird, nicht automatisiert über einen Fernzugriff lösen, sondern erfordert einen manuellen Eingriff an den betroffenen Terminals. „Dieser komplexe Vorgang kann daher nicht ad hoc in der Fläche ausgeführt werden, sondern wird geraume Zeit in Anspruch nehmen“, hieß es. Es werde aber in Kürze ein Software-Update bereitgestellt, so Verifone.

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